Das vollständige Interview lesen Sie bei der Infostelle Peru.
María Barea, geboren 1943 in Chancay, war diesen Frühling – nicht zum ersten Mal – zu diversen Filmfestivals und Gesprächen in Europa eingeladen. Zwischen Osnabrück und Paris war sie einige Tage bei Heinz und Trudi Schulze von der Infostelle in München zu Besuch, die seit über 50 Jahren – genauer gesagt seit den Vorarbeiten zum Film Los Perros Hambrientos – mit ihr befreundet sind. Heinz Schulze hat sich mit ihr über die Kulturszene in Peru unterhalten.
Zu den wichtigen Arbeiten der peruanischen Filmemacherin gehören Los perros hambrientos (1976), Yawar Fiesta (1986), Gregorio (1984) und die Dokumentarfilme Mujeres del e Planeta (1982), Antuca (1992), Hijas de la violencia (1999) und Mamacha y las niñas invisibles (2015). 1989 gründete Barea die das feministische Filmkollektiv Grupo Warmi.
María, du bist zwischen April und Juni 2026 wieder auf Filmfestivals und Gesprächen in Berlin, Madrid, San Sebastian und jetzt gerade in Osnabrück. Was ist dir dabei diesmal besonders aufgefallen?
Ich war sehr erstaunt darüber, dass der Osnabrücker Bürgermeister bei der Eröffnung des Filmfestivals heftige Kritik daran äußerte, dass auch Filme gezeigt wurden, die die Regierungspolitik Israels gegenüber Palästina kritisieren. Dabei ist das doch ein klarer Verstoß gegen das Völkerrecht.
Schauen wir auf Peru, wo die Situation zutiefst verstörend ist, oder?
Nicht nur verstörend, sondern zerstörend gegenüber den sozialen Bewegungen, der Umwelt, kriminell, korrupt, soll ich noch mehr dazu sagen?
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