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Ein Jahr nach dem Wegfall der USAID-Förderung spricht Sovathana Seng, der Direktor des Cambodian Centre for Human Rights (CCHR), über Entlassungen, eingestellte Programme, die Folgen für Menschenrechtsverteidiger:innen und darüber, warum die kambodschanische Zivilgesellschaft jetzt mehr denn je internationale Unterstützung braucht. Das CCHR ist eine kambodschanische Nichtregierungsorganisation, die sich für die Förderung und den Schutz der Demokratie sowie für die Achtung der Menschenrechte in Kambodscha einsetzt.
Sovantha, wir hatten bereits im März 2025 kurz nach den USAID-Kürzungen gesprochen. Über ein Jahr später: Was hat der Wegfall der USAID-Förderung konkret für Ihre Organisation CCHR bedeutet?
Die Kürzungen der USAID hatten massive Folgen für unsere Arbeit, unsere finanzielle Stabilität und unsere Möglichkeiten, die kambodschanische Bevölkerung zu unterstützen. Nach der Aussetzung der USAID-Förderung im Februar 2025 verlor CCHR 38 Prozent ihres Gesamtbudgets, darunter 27 Prozent unserer Verwaltungskosten. Dadurch mussten wir die Hälfte unserer Mitarbeitenden entlassen, die verbliebenen Beschäftigten arbeiten seitdem mit gekürzten Gehältern.
Besonders schwer wog die Einstellung unseres größten Programms zum Schutz von grundlegenden Rechten sowie von Landrechten und natürlichen Ressourcen. Betroffen waren unter anderem unsere Rechtsberatung, psychosoziale Unterstützung, unser Menschenrechtsmonitoring, Projekte mit Jugendlichen, Radioprogramme und unsere Advocacy-Arbeit.
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