Jemen
Alle Welt schaut nach Syrien, kaum jemand nach Jemen. Aber auch dort leben die Menschen im permanenten Ausnahmezustand.
Dschibuti ist nicht gerade mit Wohlstand gesegnet. Trotzdem nimmt das Land am Horn von Afrika seit Jahren stetig Flüchtlinge auf – seit neuestem aus dem Jemen.
Zur Beendigung des Bürgerkrieges im Jemen finden derzeit in der Schweiz Friedensgespräche statt. Wie viele Frauen am Tisch sitzen, ist nicht bekannt. Dabei wäre ihre Teilnahme laut Oxfam entscheidend für die Zukunft des Landes.
Die arabischen Diktatoren stellen sich als Bollwerk gegen den islamistischen Terror dar. Doch in Wahrheit fördern sie ihn. Denn ihr Hauptziel ist, die demokratischen Bewegungen auszuschalten.
Der Krieg im Jemen erscheint wie ein Kampf zwischen Schiiten und Sunniten und zwischen dem Norden und dem Süden des Landes. Doch der Schein trügt: Beide Lager sind tief gespalten.
Im Jemen debattieren Abgesandte aller Regionen und Bevölkerungsgruppen über die Neuordnung des Landes. Dieser Nationale Dialog gilt als Modell für einen friedlichen Übergang zur Demokratie im Nahen Osten. Doch diese Ansicht ist voreilig.
Islamisten wollen das göttliche Recht der Scharia über das weltliche stellen und ihre Gegner fürchten genau das. Beide übersehen, dass Menschen die Grundsätze islamischen Rechts immer neu ausdeuten.
Die Vereinigten Staaten und die Europäische Union hoffen auf stabile und wohlhabende Gesellschaften in der arabischen Welt. Aber ihre versprochene Hilfe lässt Schnelligkeit und Substanz vermissen.
Eine internationale Initiative stärkt in arabischen Ländern die Rechte von behinderten Menschen
Der Anspruch auf den „wahren Glauben" kann Mission problematisch machen
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