Iran
Somaliland bietet sich als Stützpunkt für den Krieg gegen die Huthis und den Iran an und hofft im Gegenzug auf die lang ersehnte Anerkennung als Staat. Das dürfte das Gegenteil von dem bewirken, was sich die Regierung erhofft, meint Tillmann Elliesen.
Humor haben wir alle, sagt der Ethnologe Mirco Göpfert. Oft ist er subversiv, und es gibt auch schon immer Witze über Menschen, die anders sind. Doch inzwischen nutzen rechtsextreme und autoritäre Politiker Humor, um Gruppen zu diskriminieren und den Rahmen des Sagbaren auszuweiten. Das sollte uns beunruhigen, sagt Mirco Göpfert, Professor für Sozial- und Kulturanthropologie an der Goethe-Universität Frankfurt.
Ohne Ergebnis hat die jüngste Staatenkonferenz zum Atomsperrvertrag geendet. Das ist ein düsteres Zeichen, aber besser als der dort angepeilte faule Kompromiss, meint Bernd Ludermann.
Der Irankrieg hat die Ölpreise in vielen Ländern der Welt steigen lassen. Während Millionen von Menschen dadurch in existenzielle Not geraten, profitiert die Schweiz von zusätzlichen Steuerzahlungen der hier ansässigen Ölfirmen.
Der Irankrieg zeigt einmal mehr, wie abhängig die globale Ernährung von fossiler Energie, Chemie und Logistik ist. Höchste Zeit, arme Länder von Dünger- und Nahrungsimporten zu entkoppeln und auf agrarökologische, krisenresistente Landwirtschaft zu setzen.
Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran kostet Menschenleben und schadet der globalen Wirtschaft. Unter den Preisanstiegen für Öl, Dünger und Nahrung leiden vor allem die Afrikaner, doch Europa könnte helfen.
Immer wieder attackiert der Iran die Staaten am Persischen Golf. Bader Al Saif von der Universität von Kuwait verurteilt das scharf – genauso wie die Angriffe Israels und der USA auf den Iran. Nötig seien eigene Verhandlungen der Golfstaaten mit Iran.
Nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran relativiert der Bundeskanzler das Völkerrecht. Aber schlimmer noch: Er verschweigt die weltpolitischen Folgen und behauptet, dieser Krieg werde Gutes bringen. Eine erschreckend schlichte Sicht, meint Bernd Ludermann.
Viele Studentinnen und Studenten aus dem Iran leben in Österreich am Existenzminimum. Seit der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste im vergangenen Dezember und dem neuen Krieg hat sich die Lage noch verschärft. Jetzt bietet die Regierung in Wien Unterstützung an.
Das Regime in Teheran hält sich nur noch mit brutaler Gewalt an der Macht. Die jüngsten Massenproteste haben es ins Wanken gebracht, aber der Opposition im Land fehlt eine glaubwürdige Führungsfigur und sie ist schwach organisiert.
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