Iran
Der Irankrieg zeigt einmal mehr, wie abhängig die globale Ernährung von fossiler Energie, Chemie und Logistik ist. Höchste Zeit, arme Länder von Dünger- und Nahrungsimporten zu entkoppeln und auf agrarökologische, krisenresistente Landwirtschaft zu setzen.
Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran kostet Menschenleben und schadet der globalen Wirtschaft. Unter den Preisanstiegen für Öl, Dünger und Nahrung leiden vor allem die Afrikaner, doch Europa könnte helfen.
Immer wieder attackiert der Iran die Staaten am Persischen Golf. Bader Al Saif von der Universität von Kuwait verurteilt das scharf – genauso wie die Angriffe Israels und der USA auf den Iran. Nötig seien eigene Verhandlungen der Golfstaaten mit Iran.
Nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran relativiert der Bundeskanzler das Völkerrecht. Aber schlimmer noch: Er verschweigt die weltpolitischen Folgen und behauptet, dieser Krieg werde Gutes bringen. Eine erschreckend schlichte Sicht, meint Bernd Ludermann.
Viele Studentinnen und Studenten aus dem Iran leben in Österreich am Existenzminimum. Seit der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste im vergangenen Dezember und dem neuen Krieg hat sich die Lage noch verschärft. Jetzt bietet die Regierung in Wien Unterstützung an.
Das Regime in Teheran hält sich nur noch mit brutaler Gewalt an der Macht. Die jüngsten Massenproteste haben es ins Wanken gebracht, aber der Opposition im Land fehlt eine glaubwürdige Führungsfigur und sie ist schwach organisiert.
Die iranische Künstlerin und Aktivistin Parastou Forouhar lebt seit 1991 in Deutschland. Im Interview verurteilt sie sowohl das iranische Regime als auch die Bombenangriffe auf das Land und warnt vor Versuchen, das Regime von außen zu stürzen.
Frauen und Mädchen werden im Iran oder in Afghanistan systematisch unterdrückt und entmenschlicht. Viele von ihnen kämpfen teils unter Einsatz ihres Lebens dagegen. Sie darin zu unterstützen ist das Ziel der internationalen Kampagne #endgenderapartheid.today. Unser Mitmachen.
Seit Beginn des Krieges im Gaza-Streifen blickt der Westen wieder auf den Iran, nicht aber auf die immer noch andauernden Proteste der Frauen für ihre Rechte. Das ist politisch falsch, meint Melanie Kräuter. Und auch mit einem neuen Präsidenten wird der Iran nicht offener und liberaler werden.
Die schiitische Mehrheit im Irak ist in zwei Lager gespalten, und deren Milizen sind bereit, einander erneut zu bekämpfen. Bisher können schiitische Geistliche mäßigend auf sie einwirken – die Frage ist, wie lange noch.
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