Standpunkte
UN-Länderfonds sollen mehr humanitäre Hilfe direkt an lokale Organisationen leiten. Doch die UN und große Hilfswerke halten
sich nicht daran. Wollen sie die Machtverhältnisse in der internationalen Hilfe überhaupt verändern, fragt sich KAM Morshed von der NGO BRAC in Bangladesch.
sich nicht daran. Wollen sie die Machtverhältnisse in der internationalen Hilfe überhaupt verändern, fragt sich KAM Morshed von der NGO BRAC in Bangladesch.
Demokratie braucht eine lebendige Zivilgesellschaft. Globales Lernen trägt dazu bei und stärkt nicht nur Kinderrechte.
Die für die Förderung des Privatsektors zuständige Weltbanktochter IFC hat mit ihren Mikrofinanzprojekten in Kambodscha Schaden angerichtet, sagt die hauseigene Ombudsstelle. Die IFC-Leitung weist das zurück. Das ist inakzeptabel.
Kriege, Machtpolitik und die Erosion des Völkerrechts prägen die internationale Politik zunehmend. Das bedroht humanitäre Errungenschaften und macht Entwicklungszusammenarbeit gerade jetzt unverzichtbar.
Ohne Ergebnis hat die jüngste Staatenkonferenz zum Atomsperrvertrag geendet. Das ist ein düsteres Zeichen, aber besser als der dort angepeilte faule Kompromiss, meint Bernd Ludermann.
Deutschland hat es vorgemacht, andere EU-Länder ziehen nach: Sie wollen mit den Taliban zusammenarbeiten, um leichter Afghanen abschieben zu können. Damit legitimieren sie das Regime in Kabul und lassen die Afghanen im Stich, die an ihrer Seite für Demokratie gekämpft haben.
Die Entwicklungshilfe sinkt dramatisch, und manche finden das nicht so schlimm oder gewinnen ihm sogar Gutes ab. Da geht in der Diskussion einiges durcheinander, meint Tillmann Elliesen.
China, die USA und Europa: Alle wollen die Rohstoffe haben, von denen Afrika jede Menge hat. Doch die Regierungen machen zu wenig daraus. Die Rohstoffexporteure des Kontinents müssen sich besser untereinander abstimmen, um das zu ändern, fordert der Entwicklungsexperte Gyude Moore.
Milliardäre, Milliardärinnen und multinationale Konzerne können auf legale Weise Steuerzahlungen in Milliardenhöhe vermeiden. Um das zu ändern, verhandeln die Vereinten Nationen eine Steuerrahmenkonvention – das ist entscheidend für Steuergerechtigkeit weltweit.
Der Irankrieg zeigt einmal mehr, wie abhängig die globale Ernährung von fossiler Energie, Chemie und Logistik ist. Höchste Zeit, arme Länder von Dünger- und Nahrungsimporten zu entkoppeln und auf agrarökologische, krisenresistente Landwirtschaft zu setzen.
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