Südafrika: Jetzt sprechen die Frauen

KASA (Hg.)
Wir werden uns Gehör verschaffen
Heidelberg 2014, 32 Seiten,
kostenlos erhältlich unter www. www.kasa.woek.de,
um eine Spende wird gebeten.

Der 16. August 2012 ist als „Massaker von Marikana“ in Südafrikas Geschichte eingegangen. Damals erschoss die Polizei 34 streikende Arbeiter bei dem Versuch, eine Protestversammlung aufzulösen. Die Bergleute der Marikana-Platinmine in der Nähe der Stadt Rustenburg wollten mehr Geld für ihre anstrengende und gefährliche Arbeit. In der vorliegenden Broschüre wird erklärt, wie es zu dem Massaker kam und wie sich die Lage der Bergarbeiter in Südafrika seitdem entwickelt hat.

Vor allem aber kommen die Frauen zu Wort, die in Marikana ihre Ehemänner oder Brüder verloren haben. Sie erzählen anhand von farbigen Selbstporträts, wie sich ihr Leben seitdem verändert hat. Zum Ausdruck kommen großer Schmerz, aber auch eine große Entschlossenheit, den Alltag zu meistern und eine Wiedergutmachung zu verlangen. Die persönlichen Geschichten der Frauen lassen die Leserinnen und Leser an ihrem Schicksal teilhaben. Sie werfen aber auch einen Blick auf die Umstände, unter denen in vielen Ländern des globalen Südens Rohstoffe abgebaut werden – die dann, wie in diesem Fall, zu Schmuck verarbeitet in den Geschäften auf westlichen Einkaufsmeilen landen. (gka)

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