Schnell geklickt und schnell geliefert – Fast Fashion verspricht günstige Mode im Sekundentakt. Der wahre Preis dafür ist allerdings hoch, wie Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen immer wieder betonen: Riesige Kleiderberge vermüllen Landschaften, giftige Abwässer verschmutzen Flüsse, Waschmaschinen spülen Mikroplastik in die Ozeane – ganz abgesehen von der Ausbeutung der Arbeitskräfte entlang der Lieferketten.
Nach Informationen von Greenpeace produziert die Modeindustrie jährlich weltweit rund 180 Milliarden Kleidungsstücke. Um diese Entwicklung zu stoppen, fordert die Organisation ein wirksames Anti-Fast-Fashion-Gesetz nach französischem Vorbild. In Frankreich gilt seit Kurzem eine Strafgebühr von 5 Euro, steigend auf 10 Euro bis 2030, auf umweltschädlich produzierte, schnelllebige Wegwerfmode – vor allem vom chinesischen Anbieter Shein.
Um hierzulande ein ähnliches Gesetz zu erreichen, hat Greenpeace Deutschland eine Petition an die Bundesregierung gestartet mit dem Ziel, Fast Fashion einzudämmen und die textile Kreislaufwirtschaft zu fördern. Interessierte können sie hier unterschreiben. (erb)
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