Buchtipps
Dieses Buch behandelt nicht in erster Linie Trends und Probleme der Migration, sondern verschiedene Theorien darüber. Es macht klar, wie stark gängige Vorstellungen über Migration von Vorurteilen und Interessen geprägt sind.
Das bedächtige Sozialdrama erzählt, wie der chinesische Turbokapitalismus die Sehnsucht der Bürger nach einem besseren Leben untergräbt. Die Protagonisten sind zwei verliebte Wanderarbeiter und ein älteres Ehepaar, das in Peking Opfer von Bauspekulanten wird.
Land Grabbing, Food Regime und Fracking – die Debatte über das Thema Landnutzung hat ihr eigenes Fachvokabular. Das Wörterbuch der Land- und Rohstoffkonflikte erläutert sie kurz, für Laien verständlich und im Zusammenhang mit dem großen Ganzen.
Die Brüder Óscar und Juan José Martínez aus El Salvador legen nach jahrelangen Recherchen ein vierteiliges Buch über die Wurzeln der Gewalt in ihrem Heimatland vor. Die Lektüre ist hochspannend und informativ.
John Judis und Tim Wu sehen beide die Demokratie in Gefahr – aber aus unterschiedlichen Gründen: Der eine warnt vor nationalistischen Bewegungen, der andere vor der Macht riesiger Firmen. Entsprechend gegensätzlich sind ihre Ratschläge zur Rettung der Demokratie.
Auf der Suche nach den Anfängen des Kolonialismus im südlichen Afrika lässt Petina Gappah fiktiv die Dienstboten des schottischen Afrikaforschers David Livingstone zu Wort kommen. Die multiperspektivische Geschichte ist nichts für sensible Gemüter.
Angesichts des rasanten wirtschaftlichen Aufstiegs der Volksrepublik China setzt sich der Sammelband mit dem machtpolitischen Fußabdruck chinesischer Wirtschafts-, Entwicklungs- und Kulturpolitik in Südostasien auseinander.
Fatima Bhutto führt durch die Medienwelt Indiens, der Türkei und Südkoreas und spinnt dabei auf lebendige Weise ein Netz zwischen Geschichte, Politik und Kultur des globalen Ostens.
Christian Felber legt sich einmal mehr mit der Mainstream-Ökonomie an: In seinem Buch kritisiert er die zunehmende Mathematisierung der Wirtschaftswissenschaften – leider mit zuweilen zweifelhaften Belegen.
Die Politikwissenschafterin Farhat Haq belegt in ihrer großartigen Untersuchung der pakistanischen Blasphemiegesetze, dass die in ihrer Rigidität ein modernes Phänomen sind und kein Relikt aus einer traditionellen Gesellschaft.
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