Standpunkte
Kobalt, Kupfer, Coltan: Afrika ist reich an Rohstoffen, aber davon hat es nicht viel. Die Mineralien werden roh verkauft, die Wertschöpfung findet woanders statt. Die Rohstoffexporteure des Kontinents müssen sich besser untereinander abstimmen, um das zu ändern.
Milliardäre, Milliardärinnen und multinationale Konzerne können auf legale Weise Steuerzahlungen in Milliardenhöhe vermeiden. Um das zu ändern, verhandeln die Vereinten Nationen eine Steuerrahmenkonvention – das ist entscheidend für Steuergerechtigkeit weltweit.
Kambodscha ist ein Zentrum für internationalen Onlinebetrug. Das Land geht jetzt dagegen vor, aber nur unter starkem Druck von außen. Zusätzlich braucht es strenge Regeln für das globale Finanzwesen, meint Bernd Ludermann.
Sich zur Pressefreiheit zu bekennen heißt nicht nur, verfolgte Journalisten zu schützen, sondern auch, unabhängige Medien zu fördern und die Machtkonzentration auf dem Medienmarkt strenger zu kontrollieren, kommentiert Barbara Erbe.
Zehn Jahre nach dem wegweisenden Klimaabkommen von Paris gibt es durchaus Fortschritte beim Klimaschutz. Eine Gruppe von 80 Ländern will den Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen vorantreiben. Gut so, kommentiert Bernd Nilles, Geschäftsleiter von Fastenaktion.
Dass Großinvestoren aus Eigeninteresse den Umstieg auf grünes Wirtschaften vorantreiben, ist eine Illusion. Wer Klimaschutz will, muss gegen die absurde Vermögenskonzentration vorgehen.
Seit Kurzem erlaubt die thailändische Regierung Geflüchteten aus Myanmar, offiziell im Land zu arbeiten. Gut so: Das hilft den Geflüchteten ebenso wie der Wirtschaft des Landes, kommentiert Barbara Erbe.
Der Tropenwaldfonds, den der Klimagipfel in Belém beschlossen hat, gilt als einer der wenigen Lichtblicke der Konferenz. Das ist bei näherem Hinsehen zweifelhaft. Problematisch ist sowohl, wie das Geld aufgebracht wird, als auch seine Verwendung, meint Entwicklungsexperte Georg Schäfer.
Reem Alabali Radovans Reformkonzept für ihr Ministerium setzt vernünftige Prioritäten für Zeiten knapper Kassen und entgeht der Versuchung, die Entwicklungspolitik zu überfrachten, meint Tillmann Elliesen.
Westliche Institutionen beurteilen die Wirtschaft in Entwicklungsländern ohne Rücksicht auf ihre soziale Wirklichkeit und die Ziele ihrer Regierungen. Dieser technische Blick muss dringend überwunden werden.
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