Südafrika

Die letzten weißen Afrikaner

Jaco Grobbelaar und Henrico Barnard – hier auf den Stufen der Universität von Pretoria – möchten nicht für die Verbrechen der Elterngeneration bestraft werden.  
Mit 200.000 Mitgliedern ist das AfriForum die führende Organisation der Buren in Südafrika. Haben die Weißen nach den Verbrechen der Apartheid eine Zukunft im Land, sind sie nun gar eine schutzbedürftige Minderheit?

Es war ein Bild wie aus vergangenen Tagen: 150 aufgebrachte weiße Jugendliche stellten sich auf dem Campus der Universität von Pretoria Hunderten schwarzen Studenten entgegen. Die hatten an jenem Februarmorgen 2016 die Hörsäle gestürmt, um gegen Afrikaans als Unterrichtssprache zu protestieren. Als sie unter Gesängen über den Campus zogen, versperrten ihnen die weißen Jugendlichen an einer Engstelle des begrünten Geländes den Weg. Sie empfingen sie mit Sprechchören und drohten, sie von „ihrem“ Campus zu vertreiben. Sicherheitskräfte zerstreuten schließlich die Menge.

Die weißen Studenten waren teilweise von einer Gruppe namens AfriForum zusammengetrommelt worden, Südafrikas etabliertester Bürgervertretung der Weißen, speziell der Buren. Die Organisation findet an Universitäten großen Zulauf, beschränkt sich jedoch nicht auf hochschulpolitische Themen. Entstanden nach dem Untergang des Apartheid-Regimes, versteht sie sich als Verteidiger der Interessen der Weißen in einem von Schwarzen regierten Südafrika. Mit Unterstützung ihrer 200.000 Mitglieder strengt sie Klagen an, wenn sie die Sprache Afrikaans diskriminiert sieht, und organisiert Beschwerdekampagnen, wo immer das kulturelle Erbe der Buren bedroht scheint.

Meist geht es um Denkmäler im öffentlichen Raum und traditionelle burische Ortsnamen. Das AfriForum fordert sogar in Petitionen bei den Vereinten Nationen, die Buren – die bis vor noch nicht allzu langer Zeit in aller Welt als die Unterdrücker schlechthin galten – auf die Liste der benachteiligten ethnischen Minderheiten zu setzen. Nach bescheidenen Anfängen  verzeichnet es in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum, das sich einem allgemeinen Trend der schwierigen Gemengelage in Südafrikas Identitätspolitik verdankt.

Der Einfluss von Nelson Mandelas Afrikanischem Nationalkongress (ANC) schwindet. Eine neue, radikalere Generation junger Schwarzer erhebt nun ihre Stimme. Sie finden, dass die Weißen in Institutionen wie Universitäten und Banken immer noch zu viel Macht haben. Obwohl die Buren nur fünf Prozent der 51 Millionen Einwohner Südafrikas ausmachen, gibt es in jedem Städtchen Straßen, die das Wort „Voortrekker“, Afrikaans für „Pionier“, im Namen tragen. Mehr als 20 Jahre nach der Befreiung leben viele schwarze Südafrikaner noch immer in Armut, während der Wohlstand der Weißen gestiegen ist. Für die schwarzen Jugendlichen sind das unhaltbare Zustände. Sie fordern außerdem eine entschiedenere Abrechnung mit der Vergangenheit.

„Die Polarisierung ist wirklich sehr stark“, sagt Flip Buys, Mitbegründer und Berater des AfriForums. Die Weißen fühlten sich zunehmend in die Enge getrieben. Die Taktiken und die Ideen des AfriForums sind allerdings umstritten. Ist es zu rechtfertigen, fragen skeptische Stimmen, dass sich Weiße, die so lange die herrschende Klasse stellten, nun als unterdrückte Minderheit darstellen? Wo endet die legitime Bewahrung des kulturellen Erbes, wo beginnt abstoßender weißer Nationalismus? Viele Südafrikaner, schwarze wie weiße, sehen im Kampf um den Erhalt von Relikten der Vergangenheit nichts weiter als einen Versuch der Weißen, dauerhaft einen Einfluss auf das öffentliche Leben zu zementieren, der durch ihren Bevölkerungsanteil nicht zu rechtfertigen ist. In Buys’ Augen hingegen greift das AfriForum berechtigte Zukunftsängste auf. „Die Menschen spüren, dass sich ihre Welt verändert“, sagt er. „Sie sehen die Veränderungen an ihrem Arbeitsplatz, in den Schulen ihrer Kinder. Deshalb gibt es diese Bewegung.“

Die Buren stammen von den meist niederländischen Siedlern ab, die seit Mitte des 17. Jahrhunderts nach Südafrika kamen, um dort Weizen und Weintrauben anzubauen. Bis tief ins 20. Jahrhundert hinein blieben viele von ihnen arm und ungebildet. Die Briten beherrschten Südafrika als Kronkolonie. Im Zweiten Burenkrieg, der 1899 begann, nahmen sie den Buren ihre Gebiete ab, weil sie dort Gold und Diamanten schürfen wollten. Dabei internierten sie burische Frauen und Kinder in Konzentrationslagern. Eines dieser Kinder war Buys’ Großvater väterlicherseits. Das Gefühl der Unterdrückung und gekränkter Stolz hinterließen eine tiefe Narbe in der Familie. Buys’ Vater musste später nach nur sechs Jahren die Schule verlassen, um seine Familie zu unterstützen.

1948 kam die rassistisch geprägte Nationale Partei der Buren an die Macht, die bis 1994 regierte. Unter ihrer Führung baute Südafrika die Rassentrennung aus, die unter dem Namen „Apartheid“, dem Afrikaans-Wort für „Getrenntheit“, bekannt wurde. Das System beruhte auf einem Mix niederländisch-calvinistischer Überzeugungen und pseudowissenschaftlicher Theorien über die angeblich unterschiedlichen Fähigkeiten verschiedener Rassen. Die Buren schmiedeten sich daraus eine starke und allumfassende Identität. Sie fühlten sich nicht länger als benachteiligte weiße Unterschicht unter dem Joch der britischen Krone, sondern sahen sich als auserwählte Rasse, von Gott gesandt, um Südafrika zu besiedeln.

Buys machte seinen Abschluss in Politikwissenschaft 1989, kurz bevor die Burenregierung Mandela freiließ. Er erinnert sich gut an seine Ängste und an den Zorn über die damalige politische Führung. Jahrzehntelang hatten die Burenpolitiker den Weißen versichert, ihre Privilegien seien gottgegeben und die Schwarzen stellten eine existenzielle Bedrohung dar. Innerhalb kurzer Zeit änderte sich nun die Botschaft: „Vertraue deinem früheren Feind“ hieß es nun – einem, der über Jahrhunderte erheblich unter der weißen Herrschaft gelitten und jeden Grund hatte, Vergeltung zu üben.

Flip Buys vor dem „Voortrekker Monument“ in Pretoria. Der Mitgründer des AfriForums will nicht als weißer Rassist gelten. Jodi Bieber
Nach dem Ende der Apartheid blieben die meisten Buren in Südafrika. Mehr als alle anderen Kolonisten sahen sie sich trotz ihrer europäischen Vorfahren stets als Afrikaner. Ihre Identität ist tief mit der südafrikanischen Landschaft verwoben, deren stille Wüsten und erhabene Berge ihnen ihrer Überzeugung nach von Gott zugedacht sind. „Ich fühle mich eher in Botsuana zu Hause als in irgendeiner deutschen Stadt“, meint Buys. Also tat er sich mit zwei Freunden zusammen. Sie starteten ein ehrgeiziges Projekt: Das Image der Buren von Unterdrückern in Unterdrückte zu verwandeln, um sie vor der Vergeltung der Schwarzen zu bewahren und ihnen einen Platz im neuen Land zu sichern.

Die jungen Männer gründeten zunächst einen Lesekreis, um sich zu informieren, was Philosophen zu Fragen der ethnischen Zugehörigkeit zu sagen hatten. Sie studierten die Verfassungen der Schweiz und Ungarns, in denen der Schutz von Minderheiten verankert ist. „Ich sah mich nun als liberalen Internationalisten, nicht als weißen Rassisten“, sagt Buys und klingt spürbar erleichtert. Bald begann sich die Gruppe stärker zu organisieren. Sie übernahm unter Buys’ Führung eine alte, vor sich hinsiechende Gewerkschaft namens „Solidarität“ und warb um den Beitritt von Buren.

Sie bekämpfte Förderprogramme, mit denen Arbeitsplätze für Schwarze in der Regierung und in einst von Weißen dominierten Unternehmen reserviert werden sollten, und feierte einige juristische Erfolge. Anfang der 2000er Jahre begannen viele Buren mehr Unterstützung zu fordern, unter anderem gegen die zunehmende Kriminalität ihren Gemeinschaften. Buys und seine Freunde erkannten das Potenzial für eine Organisation, die sich umfassend dem Ziel verschrieb, die Burenidentität zu bewahren.

AfriForum, 2006 als Ableger von „Solidarität“ gegründet, finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden von Buren aus ganz Südafrika. Die als gemeinnützig eingetragene Organisation hat eine „Bürgerrechtscharta“ verfasst, die sich an der Freiheitscharta des ANC aus dem Jahr 1955 orientiert. Dieses Manifest formuliert Forderungen von Buren, die sich „im Land ihrer Geburt als Bürger erster Klasse zu Hause fühlen“ wollen. Mitte der 2000er Jahre kam das AfriForum mit drei Angestellten aus, inzwischen ist der Mitarbeiterstab auf mehr als 120 angestiegen, Durchschnittsalter 27 Jahre.

Es betreibt einen eigenen Verlag, gibt eine Zeitschrift heraus und verfügt über eine Dokumentarfilmcrew, die erst vor kurzem eine Arbeit über angebliche Gräueltaten des ANC vor 1994 fertiggestellt hat. Drei Vollzeitkräfte kümmern sich um den Auftritt in den sozialen Medien, und acht Frauen nehmen an der Hotline Beschwerden von Buren über Diskriminierung entgegen und bieten medizinische Beratung. Der Mitgliedsbeitrag des AfriForum beträgt lediglich 30 Rand (zwei Euro) monatlich, doch die treue Anhängerschaft zahlt im Schnitt 57 Rand (vier Euro) mehr. Alle Kampagnen laufen über Twitter.

Mitte der 2000er Jahre hatten die Gründer des AfriForums die mehrheitlich weißen Leser der größten afrikaanssprachigen Zeitung, dem „Rapport“, gefragt: „Was sind die Mindestanforderungen an eine lebenswerte Zukunft in Südafrika?“ Die Antworten kamen zahlreich: das Gefühl von Sicherheit; Afrikaans in der Öffentlichkeit gesprochen hören; weiter Südafrika als Heimat betrachten zu können. Sie prägen bis heute die wichtigsten Kampagnen der Organisation: Angriffe auf weiße Farmer, die es seit dem Ende der Apartheid zu Tausenden gegeben hat, sollen verstärkt von der Polizei bekämpft werden; Afrikaans soll an historisch weißen Schulen und Universitäten Unterrichtssprache bleiben; und nach Buren benannte Orte, allen voran Pretoria, sollen ihren Namen behalten.

Darüber hinaus bietet das AfriForum seinen Mitgliedern Dienste, die der Staat erbringen müsste. Es lässt unabhängig die Wasserqualität in den Städten testen, bessert auf dem Land Schlaglöcher aus und stellt Wachdienste in Gemeinden auf. Der südafrikanische Historiker Hermann Giliomee sagt: „Der entscheidende Verlust des Jahres 1994 für die Buren war der Staat.“ Das AfriForum füllt diese Lücke.

„Haben Sie von der Blackface-Geschichte gehört?“, fragt Henrico Barnard. Er sitzt mit Jaco Grobbelaar im Café. Die beiden Mittzwanziger gehören zu den Organisatoren der Jugendgruppierung AfriForum Youth. Lebhaft erzählen sie von einem Vorfall der Universität von Pretoria: Weiße Studentinnen waren mit geschwärzten Gesichtern auf einer Kostümparty erschienen, ein Foto der jungen Frauen wurde über die sozialen Medien verbreitet. Nach Protesten schwarzer Studenten entschied die Universitätsleitung, die Frauen vom Studium zu suspendieren. AfriForum Youth setzte sich dafür ein, sie wieder an der Universität zuzulassen – mit Erfolg.

Die Aktivistin Panashe Chigumadzi ist davon überzeugt, dass alle Weißen „strukturell Rassisten“ sind.Jodi Bieber
Die Blackface-Episode zeigt, warum das AfriForum auch unter Weißen, die nach der Apartheid geboren wurden, so populär ist. Von den weißen Jugendlichen dieser Generation, in Südafrika „bornfrees“ genannt, erwartet man nicht unbedingt eine Identifikation mit der Burenkultur. Doch die insbesondere an den Universitäten starke Polarisierung zwischen den Rassen hat auch unter den weißen Studenten einen Nationalismus hervorgerufen. Er wird durch das Gefühl verstärkt, von der schwarzen Mehrheit für Verbrechen bestraft zu werden, die lange vor ihrer Zeit begangen wurden.

Wie viele Buren ist Grobbelaar in tiefer Verbundenheit mit der Natur und Landschaft Südafrikas aufgewachsen. Er habe „schon immer Steine gemocht“, sagt er, weshalb er als Geologe in einem Manganbergwerk arbeiten will. Doch er findet keine Stelle, und daran gibt er teilweise seiner Herkunft die Schuld: „Wenn man sich bei den Minengesellschaften bewirbt, muss man auch seine Hautfarbe angeben.“ Ein vom damaligen Präsidenten Thabo Mbeki initiiertes Förderungsprogramm für Benachteiligte verpflichtet südafrikanische Unternehmen, einen hohen Prozentsatz ihrer Stellen mit Schwarzen zu besetzen, andernfalls drohen ihnen Strafzahlungen.

Sein Misserfolg auf dem Arbeitsmarkt hat bei Grobbelaar das Gefühl verstärkt, dass seine weiße Hautfarbe ein Nachteil im heutigen Südafrika ist. Von seinem Vater ermutigt, sich im AfriForum zu engagieren, wurde er zu einem der führenden Köpfe der Organisation auf dem Campus der Universität von Pretoria, einer der fünf Universitäten, an denen die Gruppe aktiv ist. Er und Barnard schreiben die Zusammenstöße vom vergangenen Februar dem jüngsten Anstieg der Mitgliederzahlen des AfriForums an der Universität zu. 2015 hatte AfriForum Pretoria 300 Mitglieder; im vergangenen Jahr konnten 1200 weitere Studenten gewonnen werden.

„Wir müssen etwas zum Schutz unserer Kultur unternehmen“, sagt Grobbelaar. Die Weißen haben das Gefühl, dass es für sie in der Politik des Landes „keinen Platz“ gibt, daher „liegt die Lösung in unserer Gemeinschaft“, fährt er fort. Das AfriForum bietet eine Plattform für den Versuch, Kontrolle über eine ungewisse Zukunft zu gewinnen.

Der schwarze politische Mainstream Südafrikas hatte die Organisation von Anfang an als rückständig betrachtet. Doch eine radikalere Strömung von schwarzem Nationalismus hat der Politik des Landes in den vergangenen Jahren ein neues Antlitz gegeben – und womöglich einige der Befürchtungen des AfriForum verstärkt. In den Universitäten des ganzen Landes wird die Forderung laut, sich alles zu entledigen, was an den früheren Apartheidstaat erinnert. Julius Malema, der junge Kopf einer neuen populistischen Partei, tritt entschieden für Reparationen ein und bezeichnet die endgültige Rückgabe allen Landes an die Schwarzen als „unabdingbar“.

Autor

Eve Fairbanks

ist freie Journalistin und schreibt derzeit ein Buch über Südafrika nach der Apartheid. Ihr Text ist im englischen Original bei „Foreign Policy“ erschienen.
Panashe Chigumadzi engagiert sich im antikolonialen Protest an den Universitäten. „Ich bin überzeugt, dass alle Weißen strukturell Rassisten sind“, erklärt die 25-jährige Autorin. Jeder Weiße, der nicht für die Rückgabe von Land und andere sozioökonomische Wiedergutmachungsmaßnahmen eintritt, mache sich der fortgesetzten Unterdrückung der schwarzen Südafrikaner schuldig. „Meiner Ansicht nach sind die weißen Südafrikaner gar keine Afrikaner. Solange sie nicht das Land an die Schwarzen zurückgegeben haben, bleiben sie Siedler“, sagt sie. „Ich sage, die Weißen sollen mit dem, was sie auf ihren Schiffen mitgebracht haben, gehen.“

Solche Ansichten, die zunehmend von jungen Schwarzen in den sozialen Medien vertreten werden, bestätigen nicht nur die Ängste der rechten, sie führen auch zu einer Identitätskrise unter den liberalen Weißen. „Ich fühle mich in meine weiße Haut eingesperrt“, sagt Danie Marais, ein Dichter, der auf Afrikaans schreibt – und plötzlich ein „privilegierter weißer Mann“ ist, dem abgesprochen wird, ein Südafrikaner zu sein. Der 45-Jährige hat die Apartheid in ihren letzten Tagen noch selbst bekämpft. Als Vorsitzender des PEN Afrikaans sagt er heute, er versuche, „so gut wie möglich“, Abstand vom AfriForum zu halten und bemühe sich, nichtweiße Schriftsteller in den Verband für Afrikaans-Literatur einzubeziehen.

Marais arbeitet an der Integration, die den Kern von Mandelas Projekt prägte. Doch die jüngsten Polarisierungstendenzen und Südafrikas weiter bestehende Ungleichheit machen ihm Angst. „Wir beobachten derzeit den Aufstieg eines neuen afrikanischen Nationalismus in Südafrika“, sagt Marais. „Dahinter steckt die Sehnsucht nach einer Art von Wiedergutmachung, wie es sie in der Geschichte noch nie gegeben hat.“

Die wachsende Beliebtheit des AfriForums ist Ausdruck der Ängste vieler Weißer, dass die Vision eines integrierten Südafrika scheitern könnte. Buys sieht die Mitgliederzahlen des AfriForum weiter steigen, wenn die schwarze Bevölkerung vor allem ihre Sprachen und Werte durchsetzt und ihre ökonomischen Bedürfnisse über die der Weißen stellt. Ein Beispiel ist für ihn seine 24-jährige Tochter. „Meine Tochter studiert Kunst, sie ist also sehr liberal eingestellt“, sagt er.

Vor kurzem habe sie ganz im Sinne von Mandelas Traum von einem Land, in dem Weiße und Schwarze einträchtig zusammenleben, ein Unternehmen gegründet. Doch zugleich denke sie stärker ethnozentristisch. Buys schildert, wie er mit ihr im Fernsehen Präsident Jacob Zuma im Leopardenfell bei einem Rinderopfer für einen glücklichen Wahlausgang tanzen sah. Buys’ Tochter war entsetzt. „Ich bin bestimmt liberal“, sagte sie, „aber so wird das nichts mit Südafrika.“

Aus dem Englischen von Thomas Wollermann

erschienen in Ausgabe 6 / 2017: G20: Deutschland übernimmt

Kommentare

Die Situation im Nachbarland von Süd-Afrika, Zimbabwe, macht allerdings nicht viel Hoffnung und Mut für eine Integration, der verschiedenen Völker in dieser Region. Seit über 40 Jahren regiert nun dort der greise Präsident Robert Mugabe und sein Clan. Das ehemalige Land, reich an Landwirtschaft, ist zerstört und abhängig von der Entwicklungshilfe und fragwürdigen Interessen chinesischer Staatsfirmen. Schlimm für die Bevölkerung im Land und kein gutes Beispiel für die Nachbarländer!!

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