Personalia
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Wer, wo, was?

Eine Dänin moderiert die ACT Alliance, Ulrich Post von der Welthungerhilfe geht in den Ruhestand und ein Deutscher will an die Spitze des UN-Umweltprogramms: Unsere Personalmeldungen im Dezember.

Birgitte Qvist-Sørensen.
Die dänische Theologin Birgitte Qvist-Sørensen wurde Anfang November zur neuen Moderatorin der ACT Alliance gewählt, des globalen Netzwerks von 150 kirchlichen und kirchennahen humanitären Hilfswerken. Qvist-Sørensen ist seit 2014 Generalsekretärin von DanChurchAid, davor war die 57-Jährige unter anderem für Save the Children in Bosnien und Herzegowina und für den Frauenfonds der Vereinten Nationen UNIFEM in Bangkok tätig. Ein zentrales Anliegen sei ihr, die Kampagne für Geschlechtergerechtigkeit in der ACT Alliance voranzubringen. Dazu gebe es unterschiedliche Ansichten in der Allianz, sagte Qvist-Sørensen. „Meine Rolle wird sein, den Mitgliedern zuzuhören, so dass wir gemeinsam für eine gerechte Gesellschaft und gegen alle Formen von Unterdrückung arbeiten können.“ Die Welt steuere derzeit in keine sehr gute Richtung; es sei deshalb wichtig, dass die Allianz mit einer Stimme spreche. Qvist-Sørensen folgt auf Sushant Agrawal von der indischen Organisation Church’s Auxiliary for Social Action (CASA).

Ulrich Post .
Ulrich Post, langjähriger Mitarbeiter der Deutschen Welthungerhilfe, geht zum Jahresende in den Ruhestand. Der 65-Jährige war 23 Jahre bei der Welthungerhilfe, zuletzt als Leiter des Teams Grundsatzfragen, davor unter anderem als Pressesprecher und als Leiter der Abteilung Politik. Vor seiner Zeit bei der Welthungerhilfe war Post als Entwicklungshelfer in Lesotho und als Redakteur des Magazins „der überblick“ tätig, einer der Vorgängerzeitschriften von „welt-sichten“.

Auch nach seinem Ausscheiden wird Post der Welthungerhilfe als Berater zur Verfügung stehen. Das Team Grundsatzfragen habe sich Themen wie Bevölkerungswachstum, Korruption und Zusammenarbeit mit der Wirtschaft gewidmet, die oft vernachlässigt würden, zu denen eine entwicklungspolitische Organisation aber sprechfähig sein sollte, sagt Post, der von 2009 bis 2013 auch Vorsitzender von VENRO war, dem Dachverband entwicklungspolitischer Organisationen.

Hungerbekämpfung werde die Kernaufgabe der Welthungerhilfe bleiben, sie sollte sich aber dennoch „thematisch breiter aufstellen“, empfiehlt Post. Generell sollte die Entwicklungspolitik ihr Silo öfter verlassen und zum Beispiel versuchen, Menschen zu erreichen, „die Abstiegsängste haben und gegen den UN-Migrationspakt sind“. Die Welthungerhilfe habe sich in den vergangenen 20 Jahren stark verändert und beziehe heute klarer öffentlich Position als früher.

Zum Stand der Entwicklungspolitik in Deutschland sagt Post, sie habe zwar zuletzt einen Aufschwung erfahren – auch finanziell. Aber in den Parteien habe das Thema offenbar keinen großen Stellenwert: Es mangele an kompetentem Personal.

 

UN-Umweltprogramm (UNEP)

Erik Solheim.
Der Norweger Erik Solheim ist von seinem Posten als Direktor des UN-Umweltprogramms zurückgetreten. Solheim war wegen seiner Reisekosten in die Kritik geraten. Laut einem internen Bericht der Vereinten Nationen soll der 63-Jährige in nicht einmal zwei Jahren seiner Amtszeit mehr als 420.000 Euro für Flugtickets und Hotelübernachtungen ausgegeben haben. Die UNEP-Leitung übernimmt bis auf weiteres Solheims Stellvertreterin Joyce Msuya aus Tansania. Jochen Flasbarth, derzeit Staatssekretär im Umweltministerium, hat sich um den Chefposten des UN-Umweltprogramms beworben.

Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Seit September leitet Wolf-Michael Dio den Bereich Digitale Transformation & IT Solutions. Davor war er Abteilungsleiter Ostasien.

GIGA German Institute of Global and Area Studies

Matthias Basedau leitet seit Oktober das Institut für Afrika-Studien im Verbund des GIGA-Instituts für globale und regionale Studien in Hamburg. Basedau ist seit 2002 im GIGA tätig. Ebenfalls seit Oktober leitet André Bank kommissarisch das GIGA-Institut für Nahost-Studien. Bereits im Juni hat Sabine Kurtenbach die kommissarische Leitung des Instituts für Lateinamerika-Studien übernommen.

Friedrich-Ebert-Stiftung (FES)

Ab Januar 2019 leiten Ingrid Roß und Mirko Hempel gemeinsam das für Zentralamerika zuständige FES-Büro in San José, Costa Rica. Sie folgen auf Hajo Lanz und Joachim Schlütter. Das FES-Büro für die Palästinensischen Gebiete in Ost-Jerusalem übernimmt im März 2019 Hannes Alpen. Derzeit vertritt noch Beyhan Şentürk die Stiftung.

Terre des Hommes

Margot Käßmann.
Margot Käßmann wird ab Januar neue Botschafterin des Kinderhilfswerks Terre des Hommes in Osnabrück. Die 60-jährige Theologin wird die Organisation dann in der Öffentlichkeit vertreten. Käßmann war Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland und Bischöfin der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Seit vergangenem Sommer ist sie im Ruhestand.

World Vision

Der Brite Andrew Morley wird im Februar 2019 neuer Präsident der internationalen christlichen Hilfsorganisation World Vision. Er folgt auf Kevin Jenkins, der nach zehn Jahren auf dem Posten ausscheidet. Morley ist seit 2016 bei World Vision und derzeit unter anderem zuständig für Strategie, Marketing und Kommunikation.

Mission EineWelt

Gottfried Rösch ist seit November neuer Leiter des Referats Mission Interkulturell bei Mission EineWelt. Der 53-Jährige Theologe war zuvor unter anderem Gemeindepfarrer im mittelfränkischen Eismannsberg sowie im niederbayerischen Deggendorf.

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