Ökumene
Koptisch-orthodoxe Christen aus Äthiopien feiern in der Grabeskirche in der Altstadt von Jerusalem das Osterfest.  
Ökumene

Verschiedene Kirchen, gemeinsame Werte

Ökumene ist eine Art kirchliches Pendant zur Zusammenarbeit der Nationen. Auch ihre Strukturen sind in der Krise. Doch in vielen Initiativen an der Basis ist die Idee lebendig – etwa im Nahen Osten.

Spätestens seit der Jahrtausendwende ist die Ökumene in der Krise. Zumindest sehen das die Ökumeniker so. Das sind diejenigen in den Kirchen, die überzeugt sind, dass Christen mehr erreichen können, wenn sie sich über Konfessionsgrenzen hinweg zusammentun und nicht jede Kirche allein vor sich hinwurschtelt. Aus dieser Überzeugung und auf dem Hintergrund zweier verheerender Weltkriege sind im 20. Jahrhundert überall auf der Welt ökumenische Strukturen entstanden – auf internationaler, regionaler, nationaler und lokaler Ebene.

Die größte ökumenische Organisation mit den meisten Beteiligten ist der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK). Er wurde 1948 gegründet. Heute sind dort 348 Kirchen aus mehr als 120 Ländern Mitglied: solche aus verschiedenen evangelischen Traditionen wie Lutheraner und Methodisten, anglikanische Kirchen, orthodoxe wie die Russische Orthodoxe Kirche, altorientalische wie die Kopten in Ägypten und auch einige Pfingstkirchen. Die katholische Kirche gehört dem ÖRK nicht an.

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erschienen in Ausgabe 7 / 2019: Multilaterale Politik: Zank auf der Weltbühne

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