Bewegungsmelder
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"Wir wollen sicherstellen, dass Entwicklungsprojekte vor Ort verankert sind"

Die Stiftung Nord-Süd-Brücken berät kleine entwicklungspolitische Vereine in Deutschland. Die Koordinatorin der Auslandsprojekte, Carolin Fliegner, erzählt, was sie antreibt.

 Carolin Fliegner koordiniert Auslandsprojekte der Stiftung Nord-Süd-Brücken.Privat
Ihre Stiftung fördert vor allem ostdeutsche Vereine. Warum?
Die Stiftung Nord-Süd-Brücken wurde 1994 auf Initiative des Entwicklungspolitischen Runden Tischs gegründet. Sie sollte das Kapital des Solidaritätsfonds der ehemaligen DDR der Zivilgesellschaft zur Verfügung stellen und die damals eher dünne Vereinslandschaft in Ostdeutschland in ihrem entwicklungspolitischen Engagement stärken. Die Stiftung unterstützt vor allem kleine Vereine. Dazu gehören beispielsweise migrantisch-diasporische Vereine, die Entwicklungsprojekte in ihren Herkunftsländern unterhalten, oder auch kleine Vereine, die beispielsweise von Weltwärts-Rückkehrern gegründet wurden. Auch wenn sich die Vereinslandschaft entwickelt hat, gibt es im Osten noch immer weniger als im Westen. 

Können Sie ein Beispiel für die Unterstützung nennen, die Sie den Vereinen bieten?  
Nehmen wir einen kleinen Verein, der einem abgelegenen Dorf in Tansania zu einem eigenen Brunnen verhelfen will. Das ist gut gemeint, aber es gibt eine Reihe solcher Brunnen, die einmal gebaut und dann niemals benutzt wurden. Etwa weil sie für die Bevölkerung vor Ort zu wartungsintensiv waren, oder auch weil die Frauen, deren Arbeit sie eigentlich erleichtern sollten, den etwas weiteren Weg zu dem bisherigen Brunnen bevorzugten, um sich dabei zu treffen und auszutauschen. Wir gehen also mit den Vereinen ihre Projektideen durch und versuchen sicherzustellen, dass sie vor Ort wirklich verankert sind. 

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erschienen in Ausgabe 6 / 2021: Selbst bestimmen!

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