Berlin
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Neue Initiative für den Kongo-Regenwald

Auf Initiative der Bundesregierung sagen zehn Staaten im Kongobecken zu, ihren Wald stärker zu schützen. Umweltorganisationen applaudieren, doch das Ziel scheint optimistisch.

Setzt die bisherige Zerstörung sich fort, ist der zentralafrikanische Regenwald Ende des Jahrhunderts Geschichte, fürchten Experten. Der zweitgrößte Regenwald der Erde ist die größte CO2-Senke, denn der Amazonas gibt nach Angaben des Entwicklungsministeriums wegen der dramatischen Abholzung inzwischen mehr Kohlenstoff ab, als er aufnimmt. Entwicklungsminister Gerd Müller betont, Klima und Artenvielfalt seien ohne die Tropenwälder nicht zu retten.

In einer Deklaration haben sich nun zehn Anrainer des Kongobeckens, darunter Kamerun, Kongo-Kinshasa und Kongo-Brazzaville, Gabun und die Zentralafrikanische Republik, in Berlin verpflichtet, den Waldschutz und die nachhaltige Forstwirtschaft zu stärken. Es sind Mitglieder der Kongobecken-Waldpartnerschaft (CBFP) und der zentralafrikanischen Waldinitiative CAFI. Die Erklärung wurde mit Wissenschaftlern und der Zivilgesellschaft erarbeitet und hat zum Ziel, 127 Millionen Hektar Wald bis 2030 zu schützen und wiederherzustellen – eine Fläche dreimal so groß wie Deutschland. 

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erschienen in Ausgabe 11 / 2021: Leben im Dorf

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