Ramophosas Rede an die Nation im Realitätscheck

Südafrika
Südafrikas Präsident Cyril Ramophosa hat seine Rede an die Nation gehalten - traditionell wird dabei Bilanz gezogen und neue Vorhaben präsentiert. Ein Team der WÖK/KASA war vor Ort und unterzieht die Rede im Nachhinein einem Realitätscheck.

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Das KASA-Team besuchte Kapstadt in einer politisch hoch verdichteten Woche. Bereits bei der Ankunft am Flughafen wurde deutlich, dass die Stadt unter Ausnahmezustand stand: Parallel zur „Investing in African Mining Indaba“ (kurz: Mining Indaba), der Alternative Mining Indaba sowie weiteren Großveranstaltungen fand auch die State of the Nation Address (SONA) statt. Die folgenden Überlegungen richten den Blick auf Inhalt, Kontext und politische Bedeutung dieser knapp zweistündigen Rede von Präsident Cyril Ramaphosa.

Die SONA ist weit mehr als eine parlamentarische Rede. In den Tagen vor dem 12. Februar waren rund um die Cape Town City Hall weiträumige Straßensperrungen eingerichtet. Militär- und Polizeieinheiten probten für die traditionelle Parade, die Luftwaffe trainierte Überflüge. Für Tourist:innen war dies ein Spektakel, für viele Bewohner:innen bedeutete es Umwege, Lärm und Einschränkungen.

Doch die eigentliche Kontroverse rund um die SONA ist politischer Natur. In den vergangenen Jahren – insbesondere während der Präsidentschaft Jacob Zumas und zu Beginn Ramaphosas Amtszeit – nutzten Oppositionsparteien, allen voran die EFF, die Veranstaltung für öffentlichkeitswirksame Proteste, sowohl vor dem Parlament als auch im Plenarsaal. Wiederholt kam es zu Unterbrechungen der Rede und zum gewaltsamen Ausschluss von Abgeordneten.

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