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Die Baduy in der Provinz Banten in Westjava sind für ihre Lebensweise im Einklang mit der Natur bekannt. Daraus folgt ihre Ablehnung moderner Technologie und ihre Isolation von der Außenwelt. Am stärksten gilt das für die Menschen, die im “inneren” Baduy- Gebiet (Baduy dalam) leben, das ihnen als heilig gilt. Die Bewohner:innen des “äußeren” Baduy-Gebietes (Baduy luar) fungiern als Hüter:innen des inneren Gebietes und als Brücke zur Außenwelt. Narmans Dorf Kampung Gajeboh liegt im äußeren Baduy-Gebiet. Entsprechend der Tradition war Narman von klein auf stets zu Fuß unterwegs.
Unser Interviewpartner:
Narman wurde 1989 in Lebak als Mitglied der Adat-Gemeinschaft seines Dorfes geboren. Er ging nie in eine staatliche Schule, da dies nicht der Tradition seiner Gemeinschaft entspricht. Sein Vater sagte: „Wenn du nach Weisheit suchst, musst du nicht anderswo danach suchen. Dein Lernen hier wird niemals enden.“ Diese Erfahrung hat Narman gemacht: in seinem Dorf und außerhalb davon. Heute ist er Vater von zwei Kindern, Profitathlet und wirbt als solcher für Sport-Marken-Artikel.
südostasien: Du bist in einer indigenen Gemeinschaft aufgewachsen. Fühlst du dich noch als Teil davon?
Narman: Ich hatte immer das Gefühl, dass mein Zuhause, meine Eltern und meine indigene Gemeinschaft die wichtigsten Bestandteile meiner Identität waren. Egal, was ich in meinem Alltag mache, ich fühle mich als Teil dieser Gemeinschaft. Ich fühle mich durch die Adat-Gesetze geschützt.
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