Den vollständigen Artikel lesen Sie bei der Infostelle Peru.
Nachdem die Auszählung der Ergebnisse des ersten Wahlgangs im April mehr als einen Monat gedauert hatte, stellten sich viele auch nach dem zweiten Wahlgang vom 7. Juni auf eine längere Wartezeit ein – besonders, weil die Umfragen bereits im Vorfeld ein äußerst knappes Rennen vorausgesagt hatten. Dies bestätigte sich, so dass am Abend des Wahlsonntags ein „empate técnico“ bekannt gegeben wurde, also ein technisches Unentschieden, bei dem der Unterschied zwischen den Kandidaten innerhalb der statistischen Fehlermarge liegt.
Dennoch schien zunächst Keiko Fujimori im Vorteil zu sein. Um 20 Uhr Ortszeit lag sie laut der nationalen Wahlbehörde ONPE – bei Auszählung von 17 Prozent der Stimmen – leicht vor Roberto Sánchez. Dieser frühe Trend erwies sich jedoch als wenig aussagekräftig, da die Stimmen aus ländlichen Regionen traditionell langsamer ausgezählt werden und Sánchez dort auf besonders starken Rückhalt zählen kann. In Puno erreichte er bereits am Sonntagabend einen Stimmenanteil von 85 Prozent, der im Verlauf der Auszählung weiter anstieg.
Während die Hochrechnungen der Meinungsforschungsinstitute Ipsos und Datum bereits von einem knappen Sieg von Sánchez ausgingen, führte Fujimori bis Montagmittag das Rennen weiterhin an, doch dann wendete sich das Blatt: Sánchez überholte seine Konkurrentin, baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus und lag um 18 Uhr – bei einer Auszählung von 94 Prozent der Stimmen – bereits mehr als 30.000 Stimmen vorne.
Neuen Kommentar hinzufügen