Fusion im Fairen Handel in der Schweiz

In der Schweiz fusionieren zwei Pioniere des fairen Handels. Claro fair trade übernimmt Anfang des kommenden Jahres Caritas-Fair­trade und im Gegenzug wird Caritas mit zehn Prozent größte Aktionärin bei Claro. Das neue Einzel- und Großhandelsunternehmen mit einem Umsatz von knapp 23 Millionen Franken (19 Millionen Euro) beliefert über 500 Fachgeschäfte wie Weltläden oder Reformhäuser und unterhält 100 eigene Läden und einen Onlineshop.

Mit der Fusion wird das Claro-Sortiment künftig neben Lebensmitteln und Kunsthandwerk auch die Textilien und Modeartikel von Caritas umfassen. Claro stärkt mit der Übernahme das Direktkundengeschäft; Arbeitsplätze sollen keine verloren gehen.

Die Schweiz ist beim Konsum fair gehandelter Güter Spitzenreiterin: Im vergangenen Jahr landeten laut der Max-Havelaar-Stiftung Fairtrade-Produkte für 41 Franken (34 Euro) pro Kopf in den Einkaufswagen. Weltweit wurden 2011 rund sechs Milliarden Franken (fünf Milliarden Euro) für Produkte mit dem internationalen Fairtrade-Label ausgegeben – zwölf Prozent mehr als im Vorjahr. (ver)

erschienen in Ausgabe 12 / 2012: Leben mit dem Klimawandel

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