UN: Millionen von Kindern verpassen Impfungen wegen Corona

Köln/Genf - Mehr als 20 Millionen Kinder haben im ersten Jahr der Corona-Pandemie ihre Impfung gegen Krankheiten wie Masern, Tetanus und Keuchhusten verpasst. Im Jahr 2020 seien weltweit 23 Millionen Kinder nicht wie vorgesehen geimpft worden, erklärten die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Unicef am Donnerstag in Köln und Genf. Neben Konflikten sei auch die Corona-Pandemie für den Rückgang verantwortlich. Es drohten vermeidbare Krankheitsausbrüche, warnten die UN-Organisationen.

Amnesty wirft Libyen schwere Menschenrechtsverletzungen vor

Berlin - Amnesty International hat Libyen anhaltende schwere Menschenrechtsverletzungen in Haftzentren für Schutzsuchende in dem nordafrikanischen Land vorgeworfen. Männer, Frauen und Kinder, die bei der Überquerung des Mittelmeers aufgegriffen und unter Zwang in libysche Haftzentren zurückgebracht würden, seien dort schweren Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt, kritisierte Amnesty am Donnerstag in Berlin: „Dazu gehören systematische Folter, sexualisierte Gewalt und Zwangsarbeit.“

Afghanische Ortskräfte: Politiker nehmen Merkel in die Pflicht

München - Menschenrechtspolitiker aus dem Bundestag haben an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) appelliert, sich persönlich des Schicksals früherer Ortskräfte der Bundeswehr in Afghanistan anzunehmen. In dem Aufruf, der der „Süddeutschen Zeitung“ laut Vorabmeldung vom Mittwoch vorliegt, äußern sich Abgeordnete sowohl der schwarz-roten Koalition wie auch der Opposition.

Expertin: EU muss im Tigray-Konflikt mehr Druck auf Äthiopien ausüben

Hamburg - Die Europäische Union muss nach Einschätzung der Afrika-Expertin Nicole Hirt im Tigray-Konflikt mehr Druck auf Äthiopien ausüben. Gelder für die Entwicklungszusammenarbeit sollten vorerst nicht mehr ausgezahlt oder an Bedingungen geknüpft werden, sagte die Politikwissenschaftlerin vom Hamburger Giga-Institut dem Evangelischen Pressedienst (epd). Denkbar wären auch finanzielle Sanktionen gegen einzelne Regierungsmitglieder.

Mindestens 45 Tote bei Unruhen in Südafrika

Frankfurt a.M./Pretoria - Bei Unruhen nach der Inhaftierung des früheren Präsidenten Jacob Zuma sind in Südafrika mindestens 45 Menschen getötet worden. In Zumas Heimatprovinz KwaZulu-Natal kamen laut Berichten des öffentlich-rechtlichen Rundfunk SABC vom Dienstag mindestens 26 Menschen ums Leben, in der Metropolregion Gauteng mit den Großstädten Johannesburg und Pretoria 19. Seit mehreren Tagen kommt es an verschiedenen Orten in Südafrika zu Plünderungen und Gewalt. Auslöser war der Haftantritt Zumas am Donnerstag.

Entwicklungsminister Müller als Unido-Chef benannt

Berlin/Wien - Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) ist offiziell für einen Spitzenposten bei den Vereinten Nationen berufen worden. Er soll Generaldirektor bei der UN-Organisation für industrielle Entwicklung (Unido) in Wien werden. Das teilte die EU-Delegation bei den Vereinten Nationen in Wien am Montagabend mit. Die UN-Sonderorganisation setzt sich für industrielles Wachstum armer Länder ein.

EU schickt Militärmission in mosambikanische Unruhe-Provinz

Brüssel, Berlin - Die EU schickt Truppen nach Mosambik, um der Regierung beim Kampf gegen Terroristen in der Krisenregion Cabo Delgado zu helfen. Die Militärmission soll die mosambikanische Armee trainieren und beim Schutz der Bevölkerung unterstützen, erklärte der Rat der Außenminister der EU am Montag in Brüssel. Deutschland will für den Einsatz keine Truppen stellen, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin bekräftigte.

Hilfsorganisationen erleichtert über UN-Beschluss zu Syrien

New York, Genf - Internationale Hilfsorganisationen haben sich erleichtert über die Verlängerung der grenzüberschreitenden Lieferungen für Syrien ab Samstag durch die UN in New York geäußert. „Wir sind erleichtert, dass der UN-Sicherheitsrat nach zähem Ringen entschieden hat, einen Grenzübergang von der Türkei nach Syrien für Hilfsgüter der Vereinten Nationen offen zu halten.

Müller kündigt medizinische Hilfslieferungen für Namibia an

Berlin - Die Bundesregierung hat in der Corona-Krise weitere Hilfen für Namibia zugesagt. „Afrika wird gerade von einer dritten Infektionswelle heimgesucht, die laut Schätzungen mehr Opfer fordern wird als die zweite Welle“, sagte Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Online Sonntag, Print Montag). Auch Namibia befinde sich in dieser dritten Welle. Geplant seien mehrere Hilfslieferungen im Wert von insgesamt über elf Millionen Euro.

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