Welt-Blicke
Mitten in Südafrika wächst eine Stadt, in der keine Schwarzen wohnen. In Orania suchen Afrikaaner Schutz vor Gewalt und für ihre Sprache und Kultur. Die Bewohner weisen den Vorwurf des Rassismus zurück, doch für Kritiker wurzelt Orania in der Apartheid.
Äthiopien hat die Einfuhr von Verbrennern verboten, damit sich E-Autos durchsetzen. Die meisten Menschen sehen das gelassen, weil sie sich gar kein Auto leisten können. Aber das Land könnte so die Phase der fossil betriebenen Autos auslassen.
Die kurdisch geführte Autonomie in Nordsyrien ist angesichts des Vormarsches der nationalen Armee fast kampflos zusammengebrochen. Das liegt an ihren inneren Widersprüchen und ihren autoritären Zügen. Nun gibt es Chancen für eine politische Öffnung.
Das marokkanische Königshaus arbeitet seit Jahren daran, das Land als Regionalmacht zwischen Afrika und Europa zu positionieren. Dazu nutzt es auch den Islam und versucht, die in Marokko vorherrschende Lehre zu verbreiten.
Brasilien ist Pionier bei der Bekämpfung moderner Sklaverei. Eine Brigade spürt im ganzen Land Ausbeuter auf und zieht sie zur Rechenschaft. Auch Großkonzerne haben sie im Visier.
Die EKD hat eine neue Friedensdenkschrift vorgestellt. Wie sie ihre Friedensethik einer veränderten Weltlage angepasst hat und wo er Bedenken hat, erklärt der Friedensbeauftragte des Rates der EKD, Bischof Friedrich Kramer.
In Kenia werden viele Frauen ungewollt schwanger und stehen ohne Hilfe da. Weil sichere Abtreibungen in den ärmsten Vierteln Nairobis unerreichbar sind, sind gefährliche und gesundheitsschädliche Methoden gang und gäbe. Doch einige Frauen begehen gegen die frauenfeindlichen Regeln auf.
Der zweite WHO-Gipfel zur traditionellen Medizin Mitte Dezember soll auf den Weg bringen, woran Fachleute seit Jahrzehnten arbeiten: traditionelle Heilmethoden in Gesundheitssysteme weltweit einzubinden – inklusive Regulierung von Medikamenten und Praktiken.
Muslime haben in Indiens Bundesstaat Assam mit Verdächtigungen und Ausbürgerungsversuchen zu kämpfen. Unter der hindu-nationalistischen Regierung weitet sich das nun auf ganz Indien aus, bis hin zu Deportationen.
In Madagaskar ist ein autokratischer Staatschef gestürzt – dank Protesten der Generation Z, aber auch dank eines Teils der Armee. Dahinter steht eine tiefe Krise im Land, und Rezepte dagegen müssen noch gefunden werden.
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