Welt-Blicke

Die israelische Regierung fördert die Umsiedlung von Menschen aus Indien, die sich als Nachfahren eines jüdischen Stammes ver­stehen. Was als Heimkehr verkauft wird, stärkt gezielt den jüdischen Charakter ausgewählter Städte in Israel. Auch im Nordosten Indiens ist das Programm umstritten.
Ruandas Hauptstadt Kigali renaturiert rund 70 Quadratkilometer Feuchtgebiete. Zusammen mit der Aufforstung der Hügel sollen sie die Stadt vor Überschwemmungen schützen. Das ist ein Vorbild für Klimaanpassung in anderen Städten Afrikas.
Im Süden von Sambia wird Kohle abgebaut, um die Kupferbergwerke im Norden des Landes zu befeuern. Außerdem graben unzählige Kleinschürfer nach Rohstoffen wie Lithium und Zinn. In den Abbaugebieten wird mit der Frage gerungen, wie der Boom möglichst umwelt- und sozialverträglich gestaltet werden kann.
In Armenien wird am 7. Juni das Parlament neu gewählt. Der Regierung wird vorgeworfen, dass sie nach der Niederlage im Krieg gegen Aserbaidschan und der Vertreibung der armenischen Minderheit dort auf Entspannung setzt.
Ein italienischer Priester hat vor 25 Jahren den katholischen Radiosender Sol Mansi in Guinea-Bissau gegründet. Heute ist er der meistgehörte Sender des Landes, auch weil er sich dem sozialen Zusammenhalt und der Vielfalt verschrieben hat.
Vor einem Jahr wurde die US-Entwicklungsagentur USAID zerschlagen. In Indien sind die Folgen dramatisch. Zudem behindert die indische Regierung die Arbeit einheimischer Gesundheitsorganisationen.
Eine Beamtin aus Nigeria verbessert in Afrika Haftbedingungen mit kleinen Schritten: Die Justizvollzugsbeamtin Olukemi Ibikunle setzt sich erfolgreich für bessere Perspektiven in Gefängnissen ein – in ihrer Heimat Nigeria ebenso wie in der Demokratischen Republik Kongo, wo sie im Rahmen der UN-Friedensmission MONUSCO stationiert war.
Mitten in Südafrika wächst eine Stadt, in der keine Schwarzen wohnen. In Orania suchen Afrikaaner Schutz vor Gewalt und für ihre Sprache und Kultur. Die Bewohner weisen den Vorwurf des Rassismus zurück, doch für Kritiker wurzelt Orania in der Apartheid.
Äthiopien hat die Einfuhr von Verbrennern verboten, damit sich E-Autos durchsetzen. Die meisten Menschen sehen das gelassen, weil sie sich gar kein Auto leisten können. Aber das Land könnte so die Phase der fossil betriebenen Autos auslassen.
Die kurdisch geführte Autonomie in Nordsyrien ist angesichts des Vormarsches der nationalen Armee fast kampflos zusammenge­brochen. Das liegt an ihren inneren Widersprüchen und ihren autoritären Zügen. Nun gibt es Chancen für eine politische Öffnung.
Unterstützen Sie unseren anderen Blick auf die Welt!
„welt-sichten“ schaut auf vernachlässigte Themen und bringt Sichtweisen aus dem globalen Süden. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Warum denn das?
Ja, „welt-sichten“ ist mir etwas wert! Ich unterstütze es mit
Schon 3 Euro im Monat helfen
Unterstützen Sie unseren anderen Blick auf die Welt!