Blaumützen nach Mali

Die Schweiz verstärkt ihr friedenspolitisches Engagement in Mali. Sie entsendet auf Anfrage der UN bis zu acht unbewaffnete Militärbeobachter, so genannte Blaumützen, in den Sahel-Staat. Sie werden unter anderem bei der Minenräumung, der Beseitigung von Blindgängern oder der Sicherung von Munitions- und Waffenbeständen eingesetzt.

Die Anfrage der UN zeige, dass die Schweiz als unparteiische und kompetente Partnerin auch in schwierigen Situationen gefragt sei, teilte der Bundesrat mit. Beim jüngsten Konflikt mit den Tuareg konnte die Schweiz ihre Kontakte nutzen, die sie durch einen Friedensdialog im Norden des Landes seit 2009 geknüpft hatte. Sie vermittelte zunächst zwischen einer laizistischen Tuareg-Gruppierung und der malischen Regierung. Später unterstützte sie die Vermittlungsmission der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS, die in ein Abkommen mündete, so dass im August friedliche Wahlen abgehalten werden konnten. Die Schweiz ist Mitglied des internationalen UN-Ausschusses, der die weitere Umsetzung des Abkommens durch die Vertragsparteien begleitet.

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erschienen in Ausgabe 10 / 2013: Landrechte: Auf unsicherem Boden
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