"Die Schweiz muss ein Ort sein, an dem Fremde willkommen sind"

Die drei großen internationalen ökumenischen Institutionen in der Schweiz sind besorgt über das Abstimmungsergebnis der Initiative zur Begrenzung der Einwanderung in die Schweiz.

Die Initiative sei ausgrenzend und sowohl mit der humanitären Tradition der Schweiz als auch mit einem christlichen Menschenbild unvereinbar, schreiben die Generalsekretäre des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK), des Lutherischen Weltbunds (LWB) sowie des Bündnisses ACT (Action by Churches Together) in einem gemeinsamen Brief an den Staatsrat des Kantons Genf. Sie befürchteten Einschränkungen für ihre Arbeit, da mehr als 200 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus allen Weltregionen in den Genfer Büros der Organisationen beschäftigt sind.

Bereits kurz nach dem Referendum Anfang Februar, bei dem sich eine hauchdünne Mehrheit dafür ausgesprochen hatte, die Zuwanderung in die Schweiz stärker zu begrenzen, sagte ÖRK-Generalsekretär Olav Fykse Tveit: „Wir stehen an der Seite unserer Mitgliedskirchen hier in der Schweiz, die sich klar dafür eingesetzt haben, dass die Schweiz auch weiterhin ein Ort sein muss, an dem Fremde willkommen sind."

Die Verschiedenheit der Mitarbeiter der ökumenischen Organisationen verleihe der weltweiten Kirchengemeinschaft Ausdruck. „Damit dies auch so bleiben kann, wollen wir von den Genfer und Schweizer Behörden mehr über die Auswirkungen dieses Gesetzes erfahren“, sagte Tveit. (kb)

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erschienen in Ausgabe 4 / 2014: Indonesien: Von Islam und Demokratie
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