Schutz der Ozeane
Der Seeotter frisst bevorzugt Seeigel. Das nützt dem Klima, weil weniger Seeigel gesündere Tang- und Algenwälder bedeuten. Und die sind wichtige Kohlenstoffspeicher.  
Schutz der Ozeane

Letzte Chance für die Weltmeere

Lärm, Müll und zu warmes Wasser: Das Ökosystem der Ozeane droht zu kollabieren. Größere Schutzgebiete würden helfen – selbst den Fischereiflotten.

Die Hochsee sei wie ein „failed state“, ein gescheiterter Staat, in dem „Gesetzlosigkeit, fast schon Anarchie herrscht“. Das war vor fünf Jahren die Erkenntnis der Global Ocean Commission GOC, die auf Initiative des Pew Charitable Trust eingerichtet wurde, um auf den Zustand der Ozeane aufmerksam zu machen. Mit ihrem Bericht hat die Kommission ein wichtiges Ziel erreicht: Die Ozeane sind seitdem nicht mehr am Rand der politischen Debatte.

Es ist auch dringend nötig, dass über sie gesprochen wird: Ozeane produzieren knapp die Hälfte des Sauerstoffs in der Luft. Sie liefern knapp ein Fünftel des tierischen Proteins, das die Menschheit isst. Strömungen im Ozean heizen die nördliche Hemisphäre. Zudem liefern die Ozeane einen wichtigen Beitrag zur Weltwirtschaft, wie die OECD ausgerechnet hat: Knapp drei Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts hängen von der „blauen Wirtschaft“ ab, etwa durch Fischerei, Tourismus oder die Schifffahrt.

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erschienen in Ausgabe 4 / 2019: Erde aus dem Gleichgewicht

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