Rohstoffe
Innehalten unter Tage: Dieser Arbeiter einer Goldmine  in Westonaria, Südafrika, gönnt sich eine kurze Pause.  
Rohstoffe

Kranke Menschen, verwüstetes Land

Der Bergbau im südlichen Afrika verschmutzt vielerorts die Umwelt und zerstört die Lebensgrundlagen der Bevölkerung. Wer das ändern will, muss den betroffenen Gemeinden helfen, sich dagegen zu wehren.

Mineralien spielen bei der Bereitstellung grundlegender Infrastruktur eine wichtige Rolle. Beispielsweise fließt der Strom zur Beleuchtung von Häusern, Kirchen und Schulen durch Kupferdrähte. An der Fördermenge gemessen ist das südliche Afrika mit der Demokratischen Republik Kongo und Sambia nach Chile der zweitgrößte Kupferproduzent der Welt.

Deutschland importiert Kohle aus Südafrika für einen Teil seiner Stromerzeugung. Für die Stahlproduktion sind westliche und asiatische Länder auf südafrikanisches Eisenerz angewiesen. Mobiltele­fone und Batterien für Elektroautos werden mit Coltan und Kobalt aus dem Kongo hergestellt. Insgesamt liegen in dem zentralafrikanischen Land über 65 Prozent der weltweiten Kobaltvorkommen; Südafrika und Simbabwe verfügen über 95 Prozent der globalen Platinreserven. Mehrere Länder in der Region sind Diamantenproduzenten, wobei Botswana nach Russland der zweitgrößte Produzent weltweit ist. Das südliche Afrika produziert viele andere wichtige Mineralien, darunter Mangan, Uran und Lithium. Der Abbau und Transport dieser Rohstoffe hat schwerwiegende Folgen für lokale Gemeinschaften und die Umwelt.

...

erschienen in Ausgabe 3 / 2020: Schuften für den Weltmarkt

Neuen Kommentar schreiben