UN: Corona-Maßnahmen verschärfen Hunger in West- und Zentralafrika

Die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie verschärfen laut den Vereinten Nationen die Hungerkrise in West- und Zentralafrika erheblich.

Bis Ende des Jahres drohten knapp 58 Millionen Menschen in der Region unter Hunger zu leiden, warnte die Sprecherin des Welternährungsprogramms, Elisabeth Byrs, am Freitag in Genf. Vor der Beginn der Corona-Krise hätten dort etwa 36 Millionen Menschen nicht genug zu essen gehabt. Fast zwölf Millionen Kinder würden in diesem Jahr als akut unterernährt gelten.

Am schlimmsten breite sich der Hunger in Nigeria aus, dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas. Weitere Brennpunkte der Krise seien Niger, Burkina Faso, Tschad, Kamerun, die Zentralafrikanische Republik, Mali und Senegal.

Arme Stadtbewohner leiden besonders

Bei vielen der Hungernden handele es sich um arme Bewohner von Städten, die ohne regelmäßige Einkommen "von der Hand in den Mund" lebten. Um die Ausbreitung der Covid-19-Krankheit einzudämmen, sperrten die Länder ihre Grenzen für den Reise- und Warenverkehr. Sie schlossen Betriebe und Lebensmittelmärkte. Die Verknappung der Nahrungsmittel im Zuge der Corona-Pandemie führt laut den Angaben zu einem Anstieg der Preise. Das WFP gehört zu den Hilfsorganisationen der UN.
 

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