Freikirchen in Afrika
 Bischof John Kimbo von der New Independent Church sorgt sich auch um die Landwirtschaft – hier auf dem  Hof einer kenianischen Familie.

Humboldt-Universität Berlin

Freikirchen in Afrika

Stark im Einsatz gegen die Armut

Die afrikanischen Freikirchen, denen rund ein Drittel der afrikanischen Christinnen und Christen angehören, tun viel für soziale und nachhaltige Entwicklung. Dieses Potenzial für die internationale Entwicklungs­zusammenarbeit sollte stärker genutzt werden.

Das Christentum in Afrika hat sich in den vergangenen hundert Jahren grundlegend gewandelt. In einer „afrikanischen Reformation“, wie es der Theologe Allan Anderson nennt, sind neue, afrikanische Ausdrucksformen des Christentums entstanden, die African Initiated Churches. Ihnen gehören mittlerweile schätzungsweise ein Drittel der afrikanischen Christinnen und Christen an. 

An vielen Orten ist dieser Wandel kaum zu übersehen. In Westafrika hängen mehr Werbebanner von Kirchen in den Straßen als kommerzielle Werbung. In Johannesburg sind die Gottesdienste in Parks der in liturgische Gewänder gekleideten Mitglieder von African Initiated Churches ein auffallender Kontrapunkt zum Trubel der Großstadt. Und versucht man über die Osterfeiertage diesem Trubel aufs Land zu entfliehen, so muss man mit langen Staus rechnen, da zur selben Zeit Millionen Gläubige zu den Osterfeierlichkeiten der Zion Christian Church in die heilige Stadt Moria pilgern, den Hauptsitz der Kirche in der Provinz Limpopo – eine Massenveranstaltung, die jeden Kirchentag in den Schatten stellt.

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erschienen in Ausgabe 10 / 2021: Pfingstler auf dem Vormarsch

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