China
 Stolz auf die chinesischen Raketen: Besucherinnen der Raum- und Luftfahrtausstellung in Guiyang (Südwest-China) im Oktober 2017.

Qu Honglun/China News Service via Getty Images

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Großer Ehrgeiz im Reich der Mitte

China arbeitet mit allen Mitteln am Aufstieg zur Weltmacht. Dabei setzt es nicht nur auf wirtschaftliche Macht, sondern zunehmend auch auf das Militär. Eine bipolare Weltordnung zeichnet sich ab.

China ist wirtschaftlich auf Augenhöhe mit den USA. Die Handelskonflikte mit Washington haben Bestrebungen nach Eigenständigkeit in Peking befördert: Die chinesische Regierung versucht, durch die neue Wirtschaftspolitik der „Zwei Kreisläufe“ Importabhängigkeiten und Exportorientierung zu reduzieren. 

Die US-Regierung unter Joe Biden befreit die Konfrontation mit China von Polemik und versucht die Beziehungen zu reparieren. Nach dem Klimagipfel in Paris 2015 wurden in Glasgow 2021 neue Kooperationsmöglichkeiten vereinbart. Gleichzeitig hat Präsident Biden ein deutliches Signal gesandt, als er als ersten ausländischen Regierungschef im April 2021 im Weißen Haus den japanischen Premierminister Yoshihide Suga empfing. Wie bereits Präsident Barack Obama fokussiert er die amerikanische Außen- und Sicherheitspolitik auf den Westpazifik und stellt die Bedeutung der demokratischen Verbündeten in der Region, Japan und Südkorea, heraus. In der Handelspolitik werfen die USA und andere westliche Staaten China weiterhin vor, den Marktzugang zu erschweren, ausländische Firmen in China zu benachteiligen und Produktschutz- und Eigentumsrechte zu verletzen.

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erschienen in Ausgabe 12 / 2021: Das Spiel der großen Mächte

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