Schweiz
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Teilrückzug aus Amerika

Die Schweizer Regierung hat im Februar ihre Strategie für den amerikanischen Kontinent verabschiedet. In drei Jahren soll die bilaterale Zusammenarbeit mit einigen lateinamerikanischen Staaten eingestellt werden. Freiwerdende Mittel werden umgewidmet.

Die Programme der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz mit Haiti, Kuba, Honduras, Nicaragua und Bolivien werden ab 2025 schrittweise beendet. So sieht es die neue Strategie für Internationale Zusammenarbeit 2021-24 (IZA) vor. Die freiwerdenden Mittel sollen stattdessen in Nordafrika, im Mittleren Osten und in Subsahara-Afrika eingesetzt werden.

Außenminister Ignazio Cassis bekräftigt allerdings, dass die Schweiz „auch in Zukunft auf dem gesamten Kontinent eine starke Präsenz wahren und gezielte Partnerschaften in für beide Seiten Nutzen bringenden Bereichen anstreben“ werde. Dazu gehöre das Engagement in multilateralen Organisationen wie der inter­amerikanischen Entwicklungsbank oder dem Menschenrechtsrat, aber auch bei der Pazifikallianz und der Karibischen Gemeinschaft. 

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erschienen in Ausgabe 4 / 2022: Streiten für die Menschenrechte

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