Österreich
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Baustellen österreichischer Entwicklungszusammenarbeit

Die Austrian Development Agency (ADA) leistet nun Nothilfe in der Ukraine. Auch Personalmangel und Kritik an zu hohen Verwaltungskosten machen ihr zu schaffen.

Der Krieg in der Ukraine beschäftigt auch die Austrian Development Agency (ADA). Die vom österreichischen Außenministerium 2004 gegründete Agentur für Entwicklungszusammenarbeit wickelt auch Beiträge aus dem Auslandskatastrophenfonds (AKF) ab. Bis Anfang April seien 17,5 Millionen Euro an Katastrophenhilfe an die Ukraine geflossen, sagt Friedrich Stift, seit einem Jahr Direktor der ADA. Österreich bereite sich auch auf Hungersnöte in Afrika und Nahost vor, die als Folge von Ernteeinbußen in der Ukraine drohten. Stift: „Die Preise für Weizen und Sonnenblumen gehen dramatisch in die Höhe, gleichzeitig droht eine Dürre in Äthiopien und Somalia.“ Dank des in den vergangenen Jahren fast vervierfachten AKF würden auch dafür Mittel bereitstehen. Eine der Prioritäten der ADA sei der Kampf gegen die Hungergefahr.

Stift, der zuvor Botschafter in China war, hat sein Amt vergangenen Juni übernommen. In letzter Zeit war er vor allem damit beschäftigt, einige Schwerpunktländer der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit kennenzulernen, zuletzt Georgien und Armenien. Reisen in die afrikanischen Länder Äthiopien, Uganda, Mosambik und Burkina Faso folgen im Sommer.

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erschienen in Ausgabe 6 / 2022: Afrika schaut auf Europa

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