Endkontrolle beim kenianischen Fruchtsafthersteller Kevian. Ein Teil der Mangos, Ananas und Passionsfrüchte, die hier verarbeitet werden, kommt von Kleinbauern.

Tillmann Elliesen

Früchte des Erfolgs

Acht von zehn Kenianern leben von der Landwirtschaft – in den fruchtbaren Regionen in der Mitte des Landes gar nicht mal schlecht. Doch viele Bauern ärgern sich, dass sie auf den Märkten keine guten Preise für ihre Waren erzielen. Besser stehen die da, die ihre Früchte oder ihr Gemüse an weiterverarbeitende Betriebe liefern. Entwicklungsorganisationen können helfen, die Bauern und die Privatwirtschaft zusammenzubringen.

Wenn Unternehmer und Ökonomen derzeit über Afrika reden, dann glaubt man Dollarzeichen in ihren Augen zu erkennen. So auch in Kenia, wo sich Ende September auf Einladung des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft rund vier Dutzend Firmen aus Deutschland über Geschäftsaussichten und Investitionsmöglichkeiten informiert haben. Bei einem Treffen mit kenianischen Unternehmern und Politikern im vornehmen Hilton-Hotel im Herzen der Hauptstadt Nairobi löste ein Superlativ den anderen ab: Die Aussichten für Kenia seien fantastisch: Ölfunde im Norden des Landes würden für eine boomende Wirtschaft und Wohlstand sorgen; gewaltige Infrastrukturprojekte wie ein neuer Tiefseehafen und von dort eine Eisenbahnstrecke samt Ölpipeline bis Südsudan böten lukrative Aufträge; Kenia werde zum wichtigsten Knotenpunkt für Geschäfte auf dem Kontinent aufsteigen; und die konsumhungrige afrikanische Mittelschicht werde bis 2050 auf 600 Millionen Menschen wachsen. „Kenia ist jetzt bereit für einen Aufstieg wie in Asien“, hieß es unlängst in einem Kommentar der größten Tageszeitung „Daily Nation“. Und Ken Manyala, Manager bei der Kenya Investment Authority, die für ein gutes Geschäftsklima sorgen soll, versprach den Gästen aus Deutschland: „Hier können Sie richtig viel Geld verdienen.“

Autor

Tillmann Elliesen

ist Redakteur bei "welt-sichten".

Monica Wairimu war noch nie im Hilton in Nairobi, richtig viel Geld hat sie auch nicht und von einem Wirtschaftswunder wie in Asien träumt sie nicht einmal. Die Mutter von acht Kindern lebt auf einem abschüssigen Stück Land in einem kleinen Ort rund 60 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt. Hinter ihrem Haus steht ein zwei Meter hohes Betonbecken für Regenwasser, gestiftet von USAid, der amerikanischen Agentur für Entwicklungshilfe. Von dort bewässert sie das bergab gelegene Feld, auf dem sie Mais, Bohnen, Süßkartoffeln, Bananen, Avocados und anderes Gemüse pflanzt.

Monica Wairimu geht es nicht schlecht, sie und ihre Kinder werden jeden Abend satt. Sie erntet sogar mehr, als sie für sich und ihre Familie braucht. Was übrig ist, verkauft sie auf Märkten in der Gegend oder am Straßenrand. Aber so richtig zufrieden macht sie das nicht, denn die Preise, die sie für ihre Waren erzielt, könnten ihrer Ansicht nach besser sein. Einmal ist sie nach Nairobi gefahren und hat es dort auf einem Erzeugermarkt für Bioprodukte versucht – ohne Erfolg: „Die Leute aus der Stadt kannten das Gemüse teilweise gar nicht, das ich angeboten habe.“ Am Ende waren die Kosten für den Ausflug in die Hauptstadt höher als ihre Einnahmen.

Acht von zehn Kenianern leben so wie Monica Wairimu auf dem Land, die meisten als Subsistenzbauern von der Hand in den Mund. Wie schafft man es, dass auch sie von dem Aufschwung in Kenia etwas abbekommen? Ken Manyala von der Kenya Investment Authority ist auf diese Frage nicht wirklich vorbereitet, liefert aber dennoch eine Antwort: Man müsse versuchen, sie in Wertschöpfungsketten einzugliedern.

Wirtschaftsförderung mit begrenzter Wirkung

Ingo Badoreck ist schon gut herumgekommen in der Welt. Der 40-Jährige war unter anderem für die Konrad-Adenauer-Stiftung im Kongo und für die Europäische Union in Afghanistan. Seit diesem Jahr hat er…

Die Wertschöpfung steigern – das ist die Zauberformel, mit der Ökonomen, Entwicklungsorganisationen und Politiker in Afrika seit je zwei Aufgaben auf einmal meistern wollen: eine einheimische verarbeitende Industrie aufbauen und diese Industrie mit Rohstoffen und Vorprodukten aus dem eigenen Land füttern. In Kenia kann man studieren, wie schwierig das ist. Man kann aber auch sehen, was möglich ist und dass es ohne unternehmerische Initiative – auch bei den Bauern – nicht geht. Und es wird deutlich, dass es nicht um die Frage geht, ob privates Unternehmertum die Entwicklungshilfe überflüssig macht oder umgekehrt. Beides wird gebraucht.

Die Zertifizierung kostet Geld, doch die Investition lohnt sich

Am Anfang einer Wertschöpfungskette stehen Männer wie Francis Mwenda. Der 50-Jährige ist fast ein Nachbar von Monica Wairimu und hat etwa genauso viel Land. Aber er steht deutlich besser da und blickt auch zuversichtlicher in die Zukunft. Sein Geld macht er vor allem mit Ananas und Avocados – in Bioqualität. In seinem kleinen Haus inmitten von üppigem Grün legt er ein Zeugnis der Zertifizierungsstelle EnCert Organic auf den Tisch. Es belegt, dass seine Produkte biologisch angebaut sind. 15.000 Kenianische Schilling muss Francis Mwenda jedes Jahr für die Prüfung hinblättern, umgerechnet knapp 150 Euro.

Doch die Investition lohnt sich: Francis Mwenda hat sich als Lieferant für hochwertige Gemüse und Früchte etabliert. Seine Avocados verkauft er an die kenianische Niederlassung von Olivado, einer Firma aus Neuseeland, die daraus edle Speiseöle und Kosmetikprodukte herstellt. Seine Ananas liefert er unter anderem an ein Restaurant und einen Bioladen in Nairobi. Unterm Strich bringe ihm das ein Jahreseinkommen von 300.000 Schilling (3000 Euro), rechnet Francis Mwenda vor. Damit liegt er deutlich über dem Durchschnittseinkommen in Kenia von gut 600 Euro. Den Kontakt zu Olivado hat die Organisation SACDEP vermittelt. Die setzt sich für eine umweltfreundliche Landwirtschaft in Kenia ein – und dafür, dass Bauern Anschluss an Märkte finden. Zu diesem Zweck veranstaltet sie regelmäßig Treffen, auf denen Bauern mit interessierten Unternehmen in Kontakt kommen. Gefördert wird die Arbeit von SACDEP vor allem von „Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst“.

Francis Mwenda ist insgesamt zufrieden mit dem Vertrag mit Olivado. Ihn ärgert nur, dass er bei den Preisen nicht mitreden darf, die ihm die Firma für seine Avocados zahlt. Allerdings bekommt er deutlich mehr als die meisten seiner Kollegen, die ihre Waren über Zwischenhändler verkaufen. Die haben einen zweifelhaften Ruf – wie überall auf der Welt, wo Bauern auf der Suche nach Märkten sind. Die Bauern schimpfen über die Abhängigkeit von den Händlern und die schlechten Preise, die sie zahlen. Francis Mwenda zum Beispiel verkauft seine Bioananas in Nairobi für 50 Schilling das Kilo; von einem Zwischenhändler würde er nur die Hälfte kriegen, sagt er. „Die meisten Bauern hier verscheuern ihre Produkte nur. Sie vermarkten sie nicht“, sagt Joseph Mutura, der Geschäftsführer von SACDEP.

Die Zwischenhändler verbinden Bauern und Märkte

Das ist die eine Seite. Die andere ist, dass eine Frau wie Monica Waimiru einen Teil ihrer Avocados und Bananen ohne Zwischenhändler wahrscheinlich überhaupt nicht mehr verkaufen könnte. „Die Händler sind wichtig als Vermittler zwischen Produzent und Markt“, räumt Joseph Mutura denn auch ein. Und diese Vermittlung ist gar nicht so einfach: Die Händler klappern mit ihren Pickups auf schlechten Straßen die unzähligen kleinen Farmen ab und sammeln die Früchte ein, bis Mengen zusammenkommen, die für weiterverarbeitende Betriebe oder Exporteure interessant sind. Das ist aufwendig, die Händler müssen deshalb scharf kalkulieren. Hinzu kommt, dass die Waren häufig von einem Händler zum nächsten weiterverkauft werden, bis sie endlich beim Kunden landen. Jedes Mal steigt der Preis ein wenig, was umgekehrt bedeutet, dass der Druck auf die Bauern, billig zu verkaufen, sehr hoch ist.

Richard Kimani hält die Kritik an den Zwischenhändlern für „nicht gerechtfertigt“. Kein Wunder: Ohne sie könnte er seinen Betrieb schließen. Kimani ist Direktor des Fruchtsaftherstellers Kevian Kenya Ltd. In der Fabrik in Thika, 40 Kilometer nördlich von Nairobi, haben Arbeiter gerade eine LKW-Fuhre frische Ananas entladen. Mit Besen kehren sie die Früchte vom Hof in einen mit fließendem Wasser gefüllten Kanal, der sie auf ein Förderband in die Fabrikhalle spült. Dort werden sie in Maschinen und von Hand mehrmals gewaschen, zu Mus und schließlich zu Fruchtsaftkonzentrat verarbeitet. In der Halle nebenan laufen Literpackungen mit Saft vom Band – bis zu 8000 Stück am Tag. Die Fabrik in Thika könne täglich bis zu 240 Tonnen Früchte verarbeiten, erklärt Kimani. Ohne Zwischenhändler, die die erforderlichen Mengen liefern, sei das nicht möglich.

Kevian gilt als Erfolgsmodell für einen lokalen Industriebetrieb, der Kleinbauern in die Wertschöpfung einbindet. Seit Mitte der 1990er Jahre produziert das Unternehmen Säfte aus einheimischen Früchten wie Ananas, Mango oder Passionsfrucht, zunächst nur in Nairobi, seit 2007 zusätzlich in einer neuen Fabrik in Thika. An den beiden Standorten sind 350 Männer und Frauen beschäftigt. Die Säfte der Marke „Pick‘n‘ Peel“ finden sich in jedem Supermarktregal, es gibt sie praktisch in jedem Restaurant und die Fluglinie Kenya Airways schenkt sie auf ihren Flügen aus. „In den vergangenen zehn Jahren sind wir jährlich um 35 Prozent gewachsen“, sagt Richard Kimani. Seit gut anderthalb Jahren verkauft Kevian auch ins Ausland, vor allem ins übrige Afrika. Der Exportanteil liegt derzeit bei gut 20 Prozent.

Tausende Bauern liefern Kevian ihre Früchte

Seit 2006 kauft Kevian Früchte wie Ananas und Mango gezielt bei kenianischen Kleinbauern. In die Wege geleitet hat das Unternehmen das gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Die GIZ hat die Bauern darin unterstützt, die Produktion von Mangos zu verbessern und sich zu Gruppen zusammenzuschließen, um größere Mengen liefern zu können. Von rund 360 Gruppen bezieht Kevian derzeit Früchte, die Zahl der beteiligten Bauern geht in die Tausende.

Einer von ihnen ist Alois Mbogo. Er steht auf einem seiner Felder 20 Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt Embu am Fuße des Mount Kenya und leitet drei Frauen an, die einen neuen Bewässerungsgraben ausheben. Der 62-Jährige hat früher in Nairobi in einer Behörde gearbeitet und ist erst als Rentner Bauer geworden. Auf seinen drei Hektar Land pflanzt er unter anderem Melonen, Tomaten, Chilis, Bohnen – und Mangos. Von seinen 150 Bäumen erntet Alois Mbogo in der viermonatigen Saison von Dezember bis März rund 80.000 Stück der etwa ein Kilo schweren Früchte. Die meisten davon verkauft er an Händler, die Kevian beliefern. Sein Einkommen aus dem Verkauf der Mangos abzüglich der Produktionskosten beziffert er mit 66.000 Schilling (660 Euro); früher, als er noch nicht an Kevian geliefert, sondern auf lokalen Märkten verkauft habe, sei es nur die Hälfte gewesen.

Alois Mbogo lacht viel und hat allen Grund dazu: Er hat einen gut gehenden Betrieb und schmiedet Pläne, selbst in die Verarbeitung von Früchten einzusteigen. Aber auch ihn ärgern die Zwischenhändler. „Besser wäre es, wir würden die Mangos selbst zu Kevian liefern“, sagt er mit Blick auf die Bauerngruppe, deren Vorsitzender er ist. Die Gruppe habe derzeit 35 aktive Mitglieder; er würde sie gern vergrößern, um ihre Position gegenüber den Händlern zu stärken. Oder um selbst ausreichend Mengen zusammenzubekommen, so dass sich ein Transport in die 100 Kilometer entfernte Fabrik in Thika lohnt.

Margaret Muthoni Irungu hat diesen Schritt bereits getan – und weiß nur zu gut, dass auch die Händler hart für ihr Geld arbeiten müssen. Vor elf Jahren entschloss sich die 48-jährige Bäuerin, ihre Mangos selbst an Märkte und Geschäfte auszuliefern und so die Händler zu umgehen. Sie mietete einen LKW und ließ ihre Früchte nach Nairobi fahren. Benachbarte Bauern fanden das gut und fragten, ob sie ihre Mangos mitnehmen könne. Seitdem ist Margaret Muthoni Irungu Bäuerin und zugleich Zwischenhändlerin, seit drei Jahren für Kevian. In der vergangenen Saison erntete sie auf ihren eigenen Feldern 20 Tonnen Mangos, bei ihren Nachbarn kaufte sie noch einmal satte 280 Tonnen dazu; insgesamt lieferte sie Kevian zwölf LKW-Ladungen à 25 Tonnen.

Die Mutter von fünf Kindern hat eine schwierige Rolle. Sie zahlt ihren Nachbarn 7 bis 8 Schilling für das Kilo Mangos, von Kevian bekommt sie bis zu 12 Schilling. „Manche Bauern glauben deshalb, ich betrüge sie.“ Aber Margaret Muthoni Irungu hat Kosten, die sie decken muss, etwa die LKW-Miete, die je nach Größe des Lastwagens bis zu 50.000 Schilling pro Fuhre betragen kann. Zudem zieht ihr Kevian am Fabriktor pauschal zehn Prozent von der gelieferten Menge ab: für verdorbene Früchte und vor allem für Schmutz, der während des Transports auf die Fuhre gerät. Die Bäuerin findet das unfair: Die Fabrik ist nur etwa 40 Kilometer von ihrer Farm entfernt, auf dieser kurzen Strecke könne sich gar nicht so viel Dreck ansammeln.

Dennoch: Margaret Muthoni Irungu hat ein gutes Auskommen. Sie mache etwa 100.000 Schilling Gewinn (1000 Euro) pro Mango-Saison, sagt sie. Von dem Geld, das sie verdient, seit sie Kevian beliefert, hat sie sich zuletzt einen großen Wassertank aus Beton und ein Stück zusätzliches Land gekauft. Frauen wie sie und Männer wie der Biobauer Francis Mwenda machen vor, wie man mit Engagement und Mut zum Risiko auch als Kleinbauer in Kenia gutes Geld verdienen kann.
In Gruppen geht das leichter, denn größere Liefermengen verbessern die Marktchancen. Organisationen wie die GIZ oder SACDEP ermuntern die Bauern deshalb, sich zusammenzuschließen. Andererseits sind solche Gruppen manchmal nur Ausdruck einer entwicklungspolitischen Mode: Viele bleiben Selbstzweck, haben keine Funktion und lösen sich irgendwann wieder auf. „Eine Gruppe zu bilden, reicht nicht“, sagt ein alter Biobauer mit viel Erfahrung: „Jede Gruppe braucht einen Plan, eine Vision, wohin sie will.“

Der Fruchtsafthersteller Kevian wiederum ist ein Beispiel dafür, was in der Verarbeitung lokaler Produkte möglich ist – und dass Entwicklungszusammenarbeit, Förderung der lokalen Privatwirtschaft sowie Außenwirtschaftsförderung sich gut ergänzen können. „Ohne die GIZ wäre die Zusammenarbeit mit den Kleinbauern nicht möglich gewesen“, sagt Richard Kimani. Die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG), die Privatunternehmen in Entwicklungsländern fördert, hat dem Unternehmen ein Darlehen in Höhe von 7,5 Millionen Euro gewährt; das Geld hat Kevian unter anderem in eine neue Abfüllanlage der bayerischen Firma Krones investiert.

Investoren haben es nicht leicht in Kenias Landwirtschaft

Kevian-Direktor Richard Kimani schätzt das Potenzial für die Verarbeitung von Produkten aus kleinbäuerlicher Landwirtschaft in Kenia als „sehr hoch“ ein. Andere sind da vorsichtiger, und auch an der Mangoverarbeitung von Kevian haben Kleinbauern erst einen Anteil von weniger als zehn Prozent; der Rest kommt von Großfarmen und Plantagen.

In der Landwirtschaft in Kenia steckt potenziell viel Geld, sie sei deshalb stark von politischen Interessen beeinflusst, sagen Fachleute. Das lasse Investoren zurückschrecken und erschwere den Aufbau einer verarbeitenden Industrie. Und die kenianischen Kleinbauern genießen ohnehin keinen hohen Stellenwert. In der Weltbank heißt es lapidar, die Landwirtschaftspolitik in Kenia sei „eine Katastrophe“.

Agrarexpertin Vera Köppen von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit bescheinigt der Regierung indes, sie sei an Reformen interessiert. Noch in diesem Jahr soll eine nationale Strategie für Wertschöpfung in der Landwirtschaft verabschiedet werden. Eine nationale Behörde soll die Verarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten besser steuern und, so hoffen Beobachter, auch den Wildwuchs bei den Zwischenhändlern eindämmen.

Richard Kimani jedenfalls hat ehrgeizige Ziele: Er will auf den europäischen Markt. In seinem Büro in Nairobi zeigt er ein Gutachten der Gesellschaft für Lebensmittelforschung in Berlin, das dem Kevian-Fruchtsaftkonzentrat die erforderliche Qualität bescheinigt. Sobald wie möglich will er sein Konzentrat an den Heidelberger Lebensmittelfabrikanten Rudolf Wild GmbH verkaufen, der unter anderem den bei Kindern beliebten Fruchtsaft Capri-Sonne herstellt. Im Herbst waren bereits vier Kevian-Mitarbeiter zur Schulung am Neckar. Gut möglich also, dass in nicht allzu ferner Zukunft deutsche Supermärkte Mangosaft anbieten, in dem die Früchte von Alois Mbogo und Margaret Muthoni Irungu aus Kenia stecken.

erschienen in Ausgabe 11 / 2012: Die Wirtschaft entwickeln

Kommentare

Welldone! Margaret Muthoni Irungu,Francis Mwenda und Richard Kimani: nicht verzagen, weiter machen ... ich hoffe, dass deutsche Privatunternehmen die Potenziale in der Landwirtschaft in Kenia sehen und investieren. Es muss mehr Leute wie den Lebensmittelfabrikanten Rudolf Wild GmbH geben!

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