Die globale Stromerzeugung beruht zunehmend auf erneuerbaren Quellen, findet der Global Electricity Review 2026 der Denkfabrik Ember. Der Bericht wertet Daten aus 215 Ländern aus. Danach haben Solar-, Wind- und Wasserkraft 2025 insgesamt einen Anteil von über einem Drittel an der globalen Stromerzeugung erreicht und damit erstmals seit einem Jahrhundert die Kohle überholt, deren Anteil auf ein knappes Drittel gesunken ist. Größter Treiber dieser Energiewende war 2025 die Solarenergie, die 30 Prozent mehr Strom lieferte als im Vorjahr. Im Jahr 2020 trug sie noch rund 3 Prozent zur globalen Stromerzeugung bei, inzwischen sind es 8,7 Prozent. Gleichzeitig seien die Kosten für Batteriespeicher um etwa 45 Prozent gesunken und die installierte Kapazität um 46 Prozent gewachsen.
Ebenfalls zum ersten Mal ist die fossile Stromerzeugung sowohl in China um 0,9 Prozent als auch in Indien um 3,3 Prozent gesunken. Beide Länder gehören zu den weltgrößten CO2-Emittenten. Für die USA stellt die Studie einen politischen Widerspruch fest: Während die Regierung in Washington aktiv fossile Energien stütze und Erneuerbare ausbremse, sorgten Marktkräfte, fallende Kosten und die Nachfrage dafür, dass die Erneuerbaren weiter wüchsen.
Batteriespeicher im Aufschwung
Insgesamt ist der globale Strombedarf 2025 um 2,8 Prozent auf 31.779 TWh gewachsen. Allein China habe mehr als die Hälfte zu diesem Wachstum beigetragen und 2025 erstmals ein Drittel des globalen Stroms verbraucht.
Nach Prognosen des Ember-Berichts könnten Erneuerbare um 2030 über die Hälfte des weltweit benötigten Stroms produzieren, allein Solar werde voraussichtlich 2026 erneut um rund 25 Prozent wachsen. Entscheidend für die Energiewende sei nun nicht die Erzeugungskapazität, sondern das Netz: Ohne massiven Ausbau von Übertragungsleitungen und Speichern könnten die neuen Kapazitäten im Wartestand verpuffen.
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