Wirtschaftsförderung made in Germany

Der Deutsche Städtetag unterstützt den Verband der Städte und Gemeinden in Ghana beim Aufbau einer kommunalen Wirtschaftsförderung. Städtevertreter aus Ghana haben sich kürzlich in Bonn, Köln und Dortmund darüber informiert, wie die dafür notwendigen Strukturen aufgebaut werden können.

Der Städtetag will den ghanaischen Verband bei der Einrichtung eines Fachausschusses für kommunale Wirtschaftsförderung beraten und hat dazu Mittel beim Land Nordrhein-Westfalen beantragt. In Ghana erhalten Kommunen und dezentrale politische Einheiten seit einigen Jahren mehr Kompetenzen. Die Distrikte bekommen seit 2003 einen Anteil an den nationalen Steuereinnahmen. Aber die Kommunen nutzen ihre Freiräume noch zu wenig und es fehlt an Erfolgskontrolle. Regionales Selbstbewusstsein ist gering ausgeprägt und Standortmarketing von Städten ein Fremdwort.

Der Städtetag will mit seiner Zusammenarbeit mit dem ghanaischen Kommunalverband, der 170 Distrikte vertritt, die Eine-Welt-Strategie von Nordrhein-Westfalen und die Landespartnerschaft mit Ghana fördern. Die Städte Bonn und Dortmund arbeiten bereits eng mit Partnern in Ghana zusammen. Bonn ist seit 2008 mit der Stadt Cape Coast verbunden, und Dortmund plant eine Klimapartnerschaft mit Kumasi, der zweitgrößten Stadt des Landes. (cm)

erschienen in Ausgabe 3 / 2013: Neue Geber: Konkurrenz stört das Geschäft

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