Venezuela
Die USA haben Venezuelas Staatschef entführt, das löst aber keinen Aufstand gegen sein Regime aus. Es gibt zurzeit kaum Berichte aus dem Land. Wie sich die Intervention auf die Bevölkerung und die Stimmung auswirkt, haben wir Mitarbeitende von zwei venezolanischen NGOs gefragt.
Wie es nach dem Sturz von Präsident Nicolás Maduro weitergeht, hängt nicht nur von den USA ab. Was das Militär und die Bevölkerung jetzt tun, ist entscheidend dafür, ob das Land in Gewalt versinkt oder einen friedlichen Übergang schafft. Ein Politologe im Land sieht fünf Szenarien.
Seit Monaten versenkt das US-Militär vermeintliche Drogenschiffe vor der Küste Venezuelas. Die Trump-Regierung definiert dazu internationales Recht um und setzt auf das Recht des Stärkeren – bis hin zu willkürlichen Hinrichtungen.
Vor den Präsidentschaftswahlen in Venezuela wird die Opposition behindert und schikaniert. Doch der Menschenrechtsaktivist Mario D’Andrea Cañas ist überzeugt, dass sie gewinnen kann und Präsident Nicolás Maduro schon über Auswege für sich und seine Getreuen nachdenkt.
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat ein Gesetz erlassen, mit dem die Region Essequibo im Nachbarland Guyana zu einem venezolanischen Bundesstaat erklärt wird. Dahinter steckt vor allem politisches Kalkül, erklärt Jesus Renzullo vom GIGA-Institut in Hamburg.
Die Regierung Venezuelas hat die rigide sozialistische Wirtschaftspolitik gelockert. Das hat die Armut leicht sinken lassen, aber die Ungleichheit stark vergrößert.
Im Yapacana-Nationalpark in Venezuela sind illegale Goldschürfer unterwegs. Statt etwas gegen die Zerstörung des Ökosystems entlang des Orinoco-Flusses zu tun, schafft das Maduro-Regime den Profit in die eigenen Taschen.
Der Mindestlohn im einst wohlhabenden Venezuela reicht nicht mal für ein Mittagessen. Über drei Viertel der Venezolaner leben in extremer Armut. Viele profitieren von staatlicher Hilfe - was der Regierung als Druckmittel dient.
Im Kurzinterview erklärt Geoff Ramsey, Direktor für Venezuela im Washington Office on Latin America, was es mit der Untersuchung des Internationalen Strafgerichtshofs auf sich hat.
Die Corona-Pandemie hat Armut und Ungleichheit in Lateinamerika verschärft. Die gesellschaftlichen Spannungen nehmen zu. Jetzt werden die venezolanischen Flüchtlinge zur Zielscheibe von Rassismus und Gewalt.
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