Kolumbianische Außenministerin tritt zurück

Oaxaca de Juárez, Bogotá - Nach massiver internationaler Kritik am Vorgehen der kolumbianischen Regierung gegen Protestierende ist die Außenministerin Claudia Blum zurückgetreten. Das Büro der Politikerin gab die Entscheidung am Donnerstag (Ortszeit) bekannt. Zwar nannte Blum in ihrem Rücktrittsschreiben keine Gründe, aber angesichts zahlreicher Menschenrechtsverletzungen steht die Regierung unter großem internationalem Druck.

Corona-Pandemie: Kommission schlägt Globalen Gesundheitsrat vor

Genf - Eine hochrangige Experten-Kommission hat weitreichende Vorschläge für den internationalen Kampf gegen Covid-19 vorgelegt. Die nötigen Werkzeuge zur Beendigung der schweren Krankheit wie Impfstoffe stünden zur Verfügung und müssten konsequent eingesetzt werden, verlangte die Ko-Vorsitzende der Kommission, Helen Clark, in einer Online-Präsentation am Mittwoch.

Transgender-Personen in Kamerun zu fünf Jahren Haft verurteilt

Frankfurt a.M./Douala - In Kamerun sind zwei Transgender-Personen zu je fünf Jahren Haft und rund 300 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Loïc Njeukam, die sich im Internet Shakiro nennt, und Roland Mouthe (Patricia) seien der „versuchten Homosexualität“ und der Erregung öffentlichen Ärgernisses für schuldig befunden worden, berichtete der französische Auslandssender RFI am Mittwoch. Die beiden sind bereits seit 8. Februar in Haft. Eine Freilassung auf Kaution wurde ihnen verweigert.

Menschenrechtsorganisationen sehen Schieflage bei Pandemie-Bekämpfung

Berlin - Menschenrechtsorganisationen kritisieren eine soziale Schieflage bei den staatlichen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie. Diese beträfen einige Gruppen deutlich stärker als andere, erklärten Amnesty International, „Brot für die Welt“, das European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) und die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) am Dienstag in einer gemeinsamen Pressekonferenz.

UN-Ermittler legen Beweise für Völkermord an den Jesiden vor

Frankfurt a.M., New York - Ein UN-Ermittlungsteam sieht die Ermordung, Vertreibung und Versklavung von Jesiden durch die Terrormiliz IS im Irak als Völkermord an. Unabhängige und unparteiische Ermittlungen hätten klare und überzeugende Beweise erbracht, dass die Verbrechen den Tatbestand des Genozids erfüllten, erklärte Karim Khan, der Leiter des sogenannten Unitad-Teams, am Montag (Ortszeit) vor dem UN-Sicherheitsrat in New York. Dieser Völkermord müsse bestraft werden.

Erneutes Flüchtlingsunglück vor der libyschen Küste

Rom - Mindestens fünf Flüchtlinge, darunter ein Kind, sind bei einem Bootsunglück vor der libyschen Küste ertrunken. Die Überlebenden seien von Fischern gerettet und nach Libyen zurückgebracht worden, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Montag auf Twitter mit. Die libysche Küstenwache habe derweil 700 Bootsflüchtlinge abgefangen und zurückgebracht.

Afghanistan: Mindestens 13 Tote bei Attentat trotz Taliban-Waffenruhe

Dubai/Kabul - Trotz der Erklärung einer dreitägigen Kampfpause durch die Taliban sind in Afghanistan mindestens 13 Menschen bei Anschlägen getötet worden. Bei der Explosion mehrerer Autobomben in den Provinzen Zabul und Parwan Sonntagnacht und Montagmorgen starben nach Angaben des Innenministeriums in Kabul 13 Zivilisten, wie der Sender TV-Tolo News berichtete. Weitere 42 Menschen wurden verletzt.

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