Kenia und UN einigen sich auf Plan zu Flüchtlingslager-Schließung

Frankfurt a.M./Nairobi - Kenia und die Vereinten Nationen haben sich auf einen Plan zur Schließung der Flüchtlingslager Dadaab und Kakuma geeinigt. Die kenianische Regierung und das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR teilten in einer gemeinsamen Erklärung vom Donnerstagabend mit, die Lager böten keine dauerhafte Lösung. Sie sollen nun bis zum 30. Juni 2022 aufgelöst werden. Die kenianischen Behörden hatten davor wiederholt mit der Schließung der beiden Lager gedroht.

WHO warnt vor Verschlimmerung der Covid-19-Pandemie in Afrika

Brazzaville/Genf - Die Weltgesundheitsorganisation warnt vor einer Verschlimmerung der Corona-Pandemie in Afrika. In nahezu der Hälfte der Länder bestehe die große Gefahr einer rasanten Ausbreitung des Covid-19-Erregers, erklärte die WHO-Regionaldirektorin für Afrika, Matshidiso Moeti, am Donnerstag in Brazzaville. Sie bezog sich auf eine WHO-Untersuchung dazu.

KfW-Zusagen für Entwicklungsprojekte auf 12,4 Milliarden gestiegen

Frankfurt a.M. - Mit Zusagen über 12,4 Milliarden Euro für Entwicklungsprojekte weltweit meldet die staatliche KfW Bankengruppe ein Rekordhoch für das vergangene Jahr. 2020 sei geprägt gewesen durch Unterstützung in der Corona-Pandemie, das Zusagevolumen habe sich gegenüber dem Vorjahr um rund 1,8 Milliarden Euro gesteigert, erklärte die Bankengruppe am Donnerstag in Frankfurt am Main. Davon entfielen rund 11 Milliarden Euro (2019: 8,8 Milliarden) auf die KfW Entwicklungsbank und 1,4 Milliarden Euro (2019: 1,8 Milliarden) auf die KfW-Tochter DEG.

Neuer Corona-Höchststand in Indien: 360.000 Infektionen an einem Tag

Frankfurt a.M. - Indien hat am Mittwoch einen neuen Höchststand bei den Corona-Neuinfektionen vermeldet. In dem südasiatischen Land wurden 360.960 neue Ansteckungen binnen eines Tages gezählt, wie die Zeitung "Indian Express" berichtete. Zudem gab es 3.293 neue Corona-Todesfälle innerhalb von 24 Stunden. Hilfsorganisationen riefen zu Spenden auf.

Somalias Präsident will Verlängerung der Amtszeit rückgängig machen

Frankfurt a.M./Mogadischu - Nach blutigen Konflikten will der somalische Präsident Mohamed Abdullahi Mohamed Farmajo die umstrittene Verlängerung seiner Amtszeit rückgängig machen. Am Samstag werde er das Parlament um Zustimmung für die Wahl des nächsten Präsidenten bitten, sagte Farmajo in einer Ansprache am späten Dienstagabend, die die staatliche Nachrichtenagentur Sonna verbreitete. Bisher wurde keine Einigung auf ein Wahlverfahren erzielt. Daraufhin hatte das Parlament Farmajos Amtszeit Mitte April um zwei Jahre verlängert, was am Wochenende heftige Kämpfe auslöste.

Indien meldet weiter mehr als 300.000 Corona-Infektionen pro Tag

Dubai/Neu-Delhi - Indiens Corona-Krise geht unvermindert weiter. Das Land meldete am Dienstag 323.144 Neuansteckungen binnen eines Tages. Das sind zwar weniger als am Vortag, was jedoch Experten zufolge auf eine geringere Zahl von Tests und nicht auf sinkende Infektionszahlen zurückzuführen ist. "Dies sollte nicht als Anzeichen gesehen werden, dass die Zahlen sinken, eher dass zu viele positive Fälle nicht aufgenommen werden", erklärte der Professor für Gesundheitswissenschaften am renommierten Indian Institute of Management im südlichen Bundesstaat Kerala, Rijo John. 

Scharfe Kritik an geplantem Handelsabkommen zwischen EU und Mexiko

Oaxaca de Juárez/Berlin - Zahlreiche Organisationen haben den geplanten neuen Handelsvertrag zwischen der Europäischen Union und Mexiko scharf kritisiert. Trotz jahrelanger Überarbeitung enthalte das erneuerte Abkommen weiter keine ausreichenden Schutzmechanismen für Klima und Umwelt, Arbeiterinnen und Arbeiter sowie Menschenrechte, erklärten 16 Hilfswerke, entwicklungspolitische Initiativen sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Dienstag. 

UN: Kenia schließt Flüchtlingslager doch nicht

Frankfurt a.M./Nairobi - Die kenianische Regierung sieht von ihren Plänen ab, zwei der größten Flüchtlingslager der Welt zu schließen. Kenia werde die mehr als 430.000 Menschen in den Lagern Dadaab und Kakuma weiterhin beherbergen, sagte der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, laut dem britischen Sender BBC bei einer Reise nach Ostafrika am Montag. Die kenianische Regierung hatte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR im März beauftragt, einen Plan für die Räumung der Camps zu erstellen. Ein Gericht hatte am 8.

Friedensforscher: Globale Rüstungsausgaben auf Höchststand

Frankfurt a.M./Stockholm - Die globalen Rüstungsausgaben haben Friedensforschern zufolge einen neuen Höchststand erreicht. Die Staaten weltweit investierten im vergangenen Jahr insgesamt 1.981 Milliarden US-Dollar (etwa 1.644 Milliarden Euro) in ihre Streitkräfte, wie das schwedische Sipri-Institut in Stockholm mitteilte. Das sei ein Anstieg von 2,6 Prozent im Vergleich zu 2019. Damit sind die Ausgaben das sechste Jahr in Folge gewachsen.

Gerd Müller: Menschen in Afghanistan brauchen Perspektive

Berlin - Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) kündigt weitere Hilfen für Afghanistan auch nach Abzug der Bundeswehr an. "Die Menschen brauchen eine Perspektive vor Ort, wenn wir Flüchtlingsströmen vorbeugen wollen", sagte Müller den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag). Für die weitere Unterstützung des zivilen Aufbaus wolle die Bundesregierung künftig noch stärker als bisher Nichtregierungsorganisationen einbinden, die besonders eng mit der lokalen Bevölkerung zusammenarbeiten. 

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