Binnen 15 Jahren sind 85.000 Menschen in Mexiko verschwunden

Oaxaca/Mexiko-Stadt - In Mexiko sind seit 2006 mehr als 85.000 Menschen verschwunden. Nach Angaben des Staatssekretärs für Menschenrechte, Alejandro Encinas Rodríguez, wurden seit der Amtsübernahme des Präsidenten Andrés Manuel López Obrador im Dezember 2018 mehr als 44.000 Verschwundene registriert. Ein Viertel der Vermissten seien Frauen, informierte Encinas am Donnerstag (Ortszeit) in Mexiko-Stadt. Allein seit seinem Bericht im Januar dieses Jahres seien 3.000 weitere Menschen verschleppt worden.

Sudan: UN-Beauftragter Perthes fordert Stopp der Gewalt in Darfur

Frankfurt a.M./Khartum - Die Vereinten Nationen haben ein sofortiges Ende der Kämpfe in der sudanesischen Krisenregion Darfur gefordert, bei denen in den vergangenen Tagen Dutzende Menschen getötet wurden. Der UN-Sonderbeauftragte für den Sudan, der Deutsche Volker Perthes, begrüßte am Dienstagabend die Ausrufung des Notstandes in der Region. Er rief die Regierung dazu auf, die sichere Lieferung von Hilfsgütern zu ermöglichen. Seit dem Ausbruch neuer Gewalt am 3. April wurden in West-Darfur den UN zufolge mindestens 40 Menschen getötet und 58 verletzt.

Corona-Zahlen in Indien steigen auf neuen Höchststand

Dubai/Neu-Delhi - Indien reagiert mit Ausgangssperren und Lockdowns auf eine neue Corona-Welle. Das südasiatische Land meldete am Dienstag 96.982 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen eines Tages, wie der "Indian Express" berichtete. Am Sonntag waren es über 100.000 Neuansteckungen in 24 Stunden gewesen, die bisher höchste Zahl seit Beginn der Pandemie vor über einem Jahr.

Taliban-Gewalt gegen Medien in Afghanistan nimmt zu

Frankfurt a.M./New York - Taliban-Extremisten in Afghanistan greifen nach Erkenntnissen von Human Rights Watch in zunehmendem Maße gezielt Journalisten an. Drohungen gegen und Angriffe auf Medienvertreter hätten seit Beginn der Gespräche zwischen der Regierung und den Taliban vor rund einem halben Jahr stark zugenommen, erklärte die Menschenrechtsorganisation am Donnerstag in New York. Dies unterstreiche Bedenken, was den ausreichenden Schutz von Meinungs- und Pressefreiheit in einer möglichen Friedensvereinbarung angehe.

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