Myanmar lässt mehr als 600 Gefangene frei

Frankfurt a.M./Yangon - Das Militärregime in Myanmar hat mehr als 600 Gefangene aus dem Insein-Gefängnis in Yangon (früher Rangun) entlassen. Bei den meisten handelt es sich um Studierende, die gegen den Putsch demonstriert hatten, wie unter anderem das Nachrichtenportal "Myanmar Now" am Mittwoch berichtete. Darunter sei auch der im vergangenen Monat festgenommene Journalist der Nachrichtenagentur Associated Press (AP), Thein Zaw. Viele der Freigelassenen waren der Anstiftung zum Aufruhr beschuldigt worden.  

Analyse: Ein Viertel der zivilen Opfer im Jemen-Krieg sind Kinder

Berlin - Sechs Jahre nach dem Beginn des Jemen-Kriegs zieht die Hilfsorganisation Save the Children eine erschütternde Bilanz für die Kinder des Landes auf der arabischen Halbinsel. Rund ein Viertel aller zivilen Opfer der Kämpfe im Jemen seien Kinder, erklärte die Organisation am Dienstag in einer Analyse zum Jahrestag des Kriegsbeginns am 26. März. Dazu kämen die Gefahr einer Hungersnot und die katastrophale Gesundheitsversorgung, die das Leben der Mädchen und Jungen im Jemen noch zusätzlich bedrohten.

Bangladesch: Zehntausende obdachlos nach Feuer in Rohingya-Camp

Genf - Nach dem Ausbruch eines verheerenden Feuers in einem Lager für Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch sind umfangreiche Rettungs- und Hilfsoperationen angelaufen. Zehntausende Menschen hätten ihre Unterkünfte verloren und seien nun mehr als jemals zuvor auf humanitäre Unterstützung angewiesen, teilten die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) und die Vereinten Nationen am Dienstag in Genf mit. 

KAS-Expertin: USA und Taliban wollen zügige Lösung zu Afghanistan

Berlin - Im Afghanistan-Konflikt streben sowohl die USA als auch die Taliban nach Einschätzung der Konrad-Adenauer-Stiftung eine zügige Lösung an. Sie gehe davon aus, dass die USA einen neuen Abzugstermin festlegen, verbunden mit weiteren Konditionen etwa zur Reduzierung der Gewalt, sagte die Leiterin des Stiftungs-Büros in Kabul, Ellinor Zeino, am Montag bei einem virtuellen Pressegespräch. Einen Abzug vor Mai erwarte aktuell niemand mehr.

UN: Wasser muss einen höheren Stellenwert bekommen

Bonn - Wasser wird nach Ansicht der Vereinten Nationen zu oft privatisiert, verschmutzt und verschwendet. Wasser müsse einen höheren Stellenwert bekommen, auch für politische Entscheidungen, erklärte die Deutsche Unesco-Kommission am Montag in Bonn anlässlich der Veröffentlichung des UN-Weltwasserberichts. Weltweit haben laut dem Bericht "Wasser bewerten und wertschätzen" 2,2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser.

Tansania hat erstmals eine Präsidentin

Frankfurt a.M./Daressalam - Tansania hat nach dem plötzlichen Tod von Präsident John Magufuli erstmals eine Präsidentin: Samia Suluhu Hassan legte in einer vom staatlichen Fernsehsender TBC übertragenen Zeremonie am Amtssitz in der Metropole Daressalam am Freitag den Amtseid ab. Die 61-Jährige war bisher Vizepräsidentin des ostafrikanischen Landes und bleibt für den Rest der Amtszeit bis zu den nächsten Wahlen 2025 Staatschefin.

Unicef: Mehr als 1,4 Milliarden Menschen leiden unter Wassermangel

Genf/Köln - Mehr als 1,4 Milliarden Menschen weltweit leben nach Angaben der Vereinten Nationen ohne ausreichende Versorgung mit sauberem Wasser. Unter den Opfern der globalen Wassernot seien 450 Millionen Kinder, warnte das Hilfswerk Unicef am Donnerstag in Köln. Damit habe jedes fünfte Kind weltweit nicht genug Wasser, um seinen täglichen Bedarf zu decken. 

Amnesty: Gefangene weltweit leiden in Corona-Pandemie

Frankfurt a.M./London - Anti-Corona-Maßnahmen in Gefängnissen haben einer Studie zufolge zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen weltweit geführt. Gleichzeitig seien die geschätzt mehr als elf Millionen Inhaftierten in vielen Fällen in großer Gefahr, sich mit dem Virus anzustecken, erklärte Amnesty International bei der Veröffentlichung des Berichts "Vergessen hinter Gittern: Covid-19 und Gefängnisse" am Donnerstag.

WHO empfiehlt weitere Impfungen mit Astrazeneca-Vakzin

Genf - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca zur weiteren Anwendung empfohlen. Nach bisherigen Erkenntnissen sei der Nutzen des Vakzins größer als die Risiken, erklärte ein WHO-Beratungsgremium zur Sicherheit von Impfstoffen am Mittwoch in Genf. Das Gremium untersuche das Astrazeneca-Präparat und dessen mögliche ernste Nebenwirkungen wie Thrombosen gründlich und werde die Ergebnisse so schnell wie möglich bekanntgeben.

Unterstützen Sie unseren anderen Blick auf die Welt!
„welt-sichten“ schaut auf vernachlässigte Themen und bringt Sichtweisen aus dem globalen Süden. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Warum denn das?
Ja, „welt-sichten“ ist mir etwas wert! Ich unterstütze es mit
Schon 3 Euro im Monat helfen
Unterstützen Sie unseren anderen Blick auf die Welt!