"Brot für die Welt" fordert mehr Geld für Anpassung an Klimawandel

Berlin - Die meisten der am stärksten von der Klimakrise betroffenen Länder erhalten laut „Brot für die Welt“ deutlich zu wenig Hilfe bei der Anpassung an die Erderwärmung. „Die Verteilungsgerechtigkeit hat sich nicht verbessert in den letzten drei Jahren“, sagte „Brot für die Welt“-Klimaexpertin Sabine Minninger am Dienstag in Berlin bei der Vorstellung des Klima-Anpassungsindex 2025. 90 Prozent der 129 untersuchten Länder seien gemessen an ihrem jeweiligen Klimarisiko unterfinanziert.

Deutschland kündigt weitere Hilfen für den Sudan an

Berlin - Die Bundesregierung stellt weitere 16 Millionen Euro für humanitäre Hilfe im Sudan und seinen Nachbarstaaten bereit. Das kündigte die Staatsministerin des Auswärtigen Amtes, Serap Güler (CDU), am Dienstag vor ihrer Abreise in den Tschad und in den Sudan an. Das Geld solle vor allem eingesetzt werden, um die Hungerkrise und die Folgen sexualisierter Gewalt zu lindern. Bereits im April hatte Deutschland 125 Millionen Euro humanitäre Hilfe für den Sudan bereitgestellt.

Erste Bohrungen im Amazonasbecken genehmigt

Salvador da Bahia - Die brasilianische Regierung hat Probebohrungen in einem Ölfeld an der Küste im Amazonasbecken erlaubt. Die Genehmigung für den staatlichen Erdölkonzern Petrobras von Montag (Ortszeit) belaufe sich erstmals auf Tiefseebohrungen in 175 Kilometer Entfernung von der Küste, berichtete die Tageszeitung „Folha de São Paulo“. Laut Petrobras sollen die Probebohrungen unverzüglich beginnen und fünf Monate dauern. Das bedeutet, die Bohraktivitäten werden während der Klimakonferenz in der nordbrasilianischen Stadt Belém in vollem Gang sein.

General Randrianirina als neuer Präsident von Madagaskar vereidigt

Nairobi/Antananarivo - In Madagaskar ist der General Michael Randrianirina als neuer Präsident vereidigt worden. Wie der französische Sender RFI berichtete, wurde er in einer Zeremonie vor dem Verfassungsgericht am Freitagvormittag ins Amt eingeführt, nachdem das Militär am Dienstag die Macht im Land übernommen hatte. Nach wochenlangen Protesten, bei denen der Rücktritt des Präsidenten Andry Rajoelina gefordert wurde, hatte dieser am vergangenen Sonntag das Land verlassen. Das Parlament stimmte am Dienstag für eine Amtsenthebung Rajoelinas.

20 abgeschobene Afghanen zurück in Pakistan

Berlin - 20 zunächst nach Afghanistan abgeschobene Menschen mit einer Aufnahmezusage aus Deutschland sind zurück in Pakistan. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts teilte am Freitag in Berlin mit, dass es 18 Menschen aus den sogenannten Ortskräfteverfahren und 2 aus dem Bundesaufnahmeprogramm gelungen sei, wieder in das Land einzureisen. Pakistan hatte vor einigen Wochen rund 250 Afghaninnen und Afghanen, die eine Aufnahmezusage aus Deutschland haben, in ihr Herkunftsland abgeschoben.

Alabali Radovan: Wiederaufbauhilfen nur ohne die Hamas

Köln. Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) äußert sich zurückhaltend zu einem möglichen Zeitplan für den Wiederaufbau des Gaza-Streifens. Noch sei die Lage sehr fragil, sagte Alabali Radovan am Freitag im Deutschlandfunk. Voraussetzung für den Wiederaufbau sei aus ihrer Sicht, dass die Terrororganisation Hamas entwaffnet wird und im Gaza-Streifen keine Rolle mehr spielt.

Derzeit gehe es um akute Nothilfe. Die Menschen bräuchten Übergangsunterkünfte, um in Würde leben zu können und eine Perspektive zu bekommen, sagte Alabali Radovan.

Peru: Neue Regierung kündigt Ausnahmezustand für Lima an

Berlin/Lima. Die neue peruanische Regierung hat am Donnerstagabend (Ortszeit) angekündigt, in der Hauptstadt Lima den Ausnahmezustand auszurufen. Der erst am Dienstag vom Präsidenten José Jeri ernannte Premierminister Ernesto Álvarez sagte vor Journalisten, man wolle damit der Kriminalität in der Stadt begegnen. „Wir werden in den kommenden Tagen ein Paket an Maßnahmen verkünden“, zitierte ihn die Zeitung „El Comercio“. Dazu könne auch eine nächtliche Ausgangssperre gehören.

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