UN: Nur ein Drittel der Staaten hat neue Klimaschutzpläne eingereicht

Berlin, Bonn - Nur etwa ein Drittel der Vertragsstaaten des Pariser Klimaabkommens hat bislang aktualisierte nationale Klimaschutzpläne vorgelegt. Wie aus einem am Dienstag veröffentlichten UN-Bericht hervorgeht, reichten bis September 2025 lediglich 64 Vertragsparteien neue sogenannte NDCs (Englisch: Nationally Determined Contributions) für das Jahr 2035 ein. Die Vorlage neuer nationaler Klimaziele in diesem Jahr ist eine Vorgabe des 2015 verabschiedeten Klimaabkommens.

Menschenrechtler kritisieren Polizei-Gewalt nach Wahl in Kamerun

Frankfurt a.M., New York - Menschenrechtler haben das Vorgehen der Behörden gegen Proteste nach den Wahlen im Kamerun kritisiert. Die Sicherheitskräfte seien mit Gewalt gegen Kritik vorgegangen, teilte Human Rights Watch am Montag (Ortszeit) in New York mit. Seit der Wahl am 12. Oktober seien mindestens vier Menschen mutmaßlich von Sicherheitskräften getötet, dutzende verletzt und hunderte festgenommen worden.

Ökumene in der Wüste: Weltkirchenrat würdigt Christen in Ägypten

Frankfurt a.M., Wadi El Natrun - Bei der Sechsten Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung in Ägypten hat der Weltkirchenrat das Engagement von Christen für den interreligiösen Dialog in dem mehrheitlich muslimisch geprägten Land gewürdigt. Der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), der südafrikanische Theologe Jerry Pillay, lobte vor allem die koptisch-orthodoxe Kirche für ihre tiefe Spiritualität und ihren gesellschaftlichen Beitrag.

Paul Biya: Kameruns "Präsident auf Lebenszeit”

Nairobi, Yaoundé - Er gehört zu den am längsten amtierenden Staatschefs der Welt: Der 92-jährige Paul Biya ist seit 43 Jahren Präsident von Kamerun. Zählt man die Jahre als Ministerpräsident dazu, regiert Biya das zentralafrikanische Land seit 50 Jahren. Er werde das Präsidentenamt nicht lebend verlassen, soll er einmal gesagt haben.

Nun tritt er seine achte Amtszeit an - die Wahlen von Mitte Oktober haben ihm den Weg dafür freigemacht. Laut offiziellem Ergebnis wurde Biya mit 53,66 Prozent der Stimmen bestätigt.

Elfenbeinküste: Ruhiger Ablauf bei niedriger Wahlbeteiligung

Abidjan - Die Präsidentschaftswahlen in der Elfenbeinküste (Côte d'Ivoire) sind am Samstag weitgehend friedlich verlaufen. Abgesehen von Verzögerungen bei der Öffnung von Wahllokalen, habe es in einigen Ortschaften Versuche gegeben, Wahlmaterial zu zerstören, sagte der Präsident der Wahlkommission, Ibrahime Kuibiert Coulibaly am Samstagabend. "Diese Vorfälle konnten schnell eingedämmt werden und bleiben marginal." Da frühere Abstimmungen mit Gewalt einhergegangen waren, war die Stimmung im Vorfeld angespannt.

Javier Milei gewinnt Zwischenwahlen in Argentinien

Berlin/Buenos Aires - Bei den Zwischenwahlen in Argentinien hat Präsident Javier Milei seine Position überraschend deutlich gestärkt. Nach Auszählung von mehr als 99 Prozent der Stimmen kam die Partei des Staatschefs auf knapp 41 Prozent und konnte die Zahl ihrer Sitze im Parlament von 44 auf 92 erhöhen. Gemeinsam mit dem Koalitionspartner Propuesta Republicana verfügt die Regierung nun über 120 der insgesamt 257 Mandate. Damit kann sie eigene Gesetzesinitiativen einbringen und verhindern, dass das Parlament präsidiale Dekrete aufhebt.

Wahl in Tansania: "Mama Samia" und ihre Schritte in die Autokratie

Nairobi/Dodoma - Es sind die siebten Wahlen, seit in Tansania 1992 ein Mehrparteiensystem eingeführt wurde. Gewonnen hat allerdings bisher immer die Partei CCM, die das ostafrikanische Land seit der Unabhängigkeit 1961 regiert. Offiziell sind am Mittwoch darüber hinaus 16 Kandidatinnen und Kandidaten weiterer Parteien zugelassen. Doch die beiden Oppositionsparteien, die am ehesten Anhänger mobilisieren könnten, sind von der Abstimmung ausgeschlossen.

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