UN: US-Luftangriffe in Karibik und Pazifik sind rechtswidrig

Frankfurt a.M., Genf  - Die Angriffe der USA auf Boote in der Karibik und im Pazifik verletzen laut den Vereinten Nationen die Menschenrechte. In einer Serie von Angriffen seien im September mehr als 60 Menschen getötet worden, „unter Umständen, die nicht mit dem internationalen Recht vereinbar sind“, erklärte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, am Freitag. Die Angriffe auf Boote, die angeblich Drogen schmuggelten, seien inakzeptabel.

Brasilien: Abholzung des Regenwalds geht um elf Prozent zurück

Berlin/Brasilia (epd). In Brasilien ist die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes um rund elf Prozent zurückgegangen. Von August 2024 bis Juli 2025 seien knapp 5.800 Quadratkilometer Wald zerstört worden, teilte das brasilianische Umweltministerium auf Basis von Satellitendaten des Nationalen Instituts für Weltraumforschung (Inpe) am Donnerstag (Ortszeit) mit. Dies sei die drittniedrigste Abholzungsrate seit Beginn der Aufzeichnungen 1988 und das dritte Jahr in Folge mit einem Rückgang seit Beginn der Amtszeit von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva.

Südafrika: Nobelpreisträger Luthuli von Apartheid-Polizei getötet

Abidjan, Pietermaritzburg - In Südafrika ist die Todesursache des Friedensnobelpreisträgers Albert Luthuli widerlegt worden. Er sei nicht, wie von den Behörden behauptet, 1967 von einem Zug erfasst worden, sondern durch die Polizei des Apartheid-Regimes getötet worden, erklärte ein Gericht in der Stadt Pietermaritzburg laut einem Bericht des Nachrichtenportals „The South African“ von Freitag.

UN-Sozialausschuss rügt Umgang mit Geflüchtetem in Thüringen

Erfurt - Der UN-Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte hat Deutschland wegen der Streichung von Sozialleistungen für einen Geflüchteten aus dem Thüringer Ilm-Kreis gerügt. Anlass war die Entscheidung der Ausländerbehörden, einem über Malta nach Deutschland eingereisten Syrer die Leistungen zu entziehen, teilte der Flüchtlingsrat Thüringen am Donnerstag in Erfurt mit. Die UN-Experten sähen darin einen Verstoß gegen das Recht auf Unterkunft, Nahrung und medizinische Versorgung.

Militärregierung in Mali widerruft 90 Bergbau-Lizenzen

Abidjan, Bamako - Die Militärregierung in Mali hat über 90 Bergbau-Lizenzen widerrufen. Betroffen seien auch Tochtergesellschaften internationaler Konzerne, die unter anderem Gold, Eisenerz, Bauxit, Uran und seltene Erden abbauen, berichtete das Nachrichtenportal „Business Insider Africa“ am Mittwochabend. Laut „Maliweb“ will die Junta den Bergbausektor sanieren und neu regeln. Die Firmen, deren Lizenzen widerrufen wurden, erfüllten die neuen gesetzlichen Anforderungen nicht, berichtete die Online-Zeitung unter Berufung auf das Bergbauministerium.

Konfliktforscherin: Sudan trotz Grausamkeiten keine Priorität

Nairobi, Khartum - Die Konfliktforscherin Hager Ali kritisiert eine mangelnde Aufmerksamkeit für den Krieg im Sudan. Es werde eine Verschiebung der Prioritäten von Ländern wie Deutschland deutlich, sagte die Sudan-Expertin vom Giga-Institut für Global- und Regionalstudien dem Evangelischen Pressedienst (epd). Der Konflikt tangiere weder die nationale Sicherheit noch direkt die Migration - und Deutschland wende seinen Blick weg von Entwicklungshilfe hin zu eigenen Verteidigungsthemen.

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