Brasilien: Zahl der Toten nach Polizeieinsatz steigt auf 121

Berlin/Rio de Janeiro - Nach dem Polizeieinsatz in Rio de Janeiro vom Dienstag ist die Zahl der Toten auf 121 gestiegen. Wie die brasilianische Tageszeitung „O Globo“ berichtete, reihten Bewohnerinnen und Bewohner der betroffenen Viertel am Mittwoch (Ortszeit) Leichen auf den Straßen auf. Auf Bildern waren lange Reihen von in Plastiksäcken eingehüllten Körpern zu sehen.

Sudan: Warnungen vor humanitärer Katastrophe in Al-Faschir

Frankfurt a.M., Khartum - Wenige Tage nach der Eroberung der sudanesischen Stadt Al-Faschir durch die RSF-Miliz warnen Hilfsorganisationen vor einer humanitären Katastrophe. Das Leid der Menschen in und um die in der Darfur-Region gelegenen Stadt sei unerträglich, erklärte die Welthungerhilfe am Mittwoch in Berlin. Schätzungsweise 260.000 Menschen seien in den vergangenen Tagen vor den Gefechten geflohen - „viele von ihnen suchen Schutz in den umliegenden Dörfern oder müssen ohne Hilfe ausharren“.

Oxfam: Superreiche "setzen Planeten in Brand"

Berlin - Mit ihrem Konsum und ihren Investitionen heizen Superreiche nach Recherchen von Oxfam die Klimakrise deutlich an: Eine Person aus dem reichsten 0,1 Prozent der Weltbevölkerung verursache am Tag so viele CO2-Emissionen wie eine Person der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung im gesamten Jahr, erklärte die Entwicklungsorganisation zu ihrem am Mittwoch veröffentlichten Bericht „Climate Plunder“.

Proteste am Wahltag in Tansania

Nairobi/Daressalam - Unter Ausschluss von Teilen der Opposition ist in Tansania am Mittwoch ein neues Staatsoberhaupt und Parlament gewählt worden. Der Sender MwanzoTV berichtete von einer geringen Beteiligung. In der Küstenmetropole Daressalam setzte die Polizei laut dem britischen Sender BBC Tränengas gegen Demonstrierende ein, die an dem Wahltag auf die Straße gingen. Mehrere Menschen wurden demnach verletzt.

Sudan weist leitende Mitarbeiter des Welternährungsprogramms aus

Nairobi/Khartum - Die Militärregierung im Sudan will leitende Mitarbeiter des Welternährungsprogramms (WFP) ausweisen. Wie das WFP am Mittwochmorgen mitteilte, wurde die UN-Organisation in einem Brief vom Dienstag aufgefordert, dafür zu sorgen, dass ihr Landesdirektor Laurent Bukera und die Nothilfekoordinatorin Samantha Katraj binnen 72 Stunden das Land verlassen. Die Regierung habe keine Gründe genannt und das Programm versuche gegen die Anweisung vorzugehen, hieß es in der Erklärung. Jede Hilfe werde aktuell mehr denn je gebraucht.

Klimaschäden: Pakistanische Landwirte verlangen Schadensersatz

Essen - Mehr als 40 pakistanische Bauern fordern von deutschen Konzernen Schadensersatz wegen Klimaschäden. Die Ansprüche richteten sich gegen die Unternehmen RWE und Heidelberg Materials, wie die Menschenrechtsorganisationen medico international und „European Center for Constitutional and Human Rights“ (ECCHR) am Dienstag in Essen mitteilten. Die beiden Organisationen unterstützen die Betroffenen dabei, ihre Forderungen geltend zu machen.

Sudan: Milizen terrorisieren Zivilisten bei Einnahme von El Fasher

Nairobi/Khartum - Nach der Eroberung der westsudanesischen Stadt El Fasher durch die paramilitärische Miliz RFS mehren sich Berichte über brutale Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) warnte vor weiterer Gewalt. Der Einmarsch der Milizionäre habe bei den Einwohnern, die 500 Tage unerbittlicher Belagerung überstanden hätten, Angst ausgelöst, teilte das UNHCR am Dienstag in Genf mit. Viele Zivilisten steckten in der Hauptstadt des sudanesischen Bundesstaates Nord-Darfur fest und hätten keine Möglichkeiten zu fliehen.

Brasilien: Bolsonaro geht gegen Verurteilung in Berufung

Frankfurt/Brasilia - Der frühere brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat Berufung gegen seine Verurteilung zu 27 Jahren und drei Monaten Haft wegen versuchten Staatsstreichs eingelegt. Das teilten die Anwälte des rechtsextremen Politikers am Montagnachmittag (Ortszeit) mit. Ziel der Berufung sei es, das Strafmaß zu reduzieren, berichtete die Tageszeitung „O Globo“. Die Strafe sei unverhältnismäßig, erklärten die Anwälte und betonten zugleich die Unschuld ihres Mandanten.

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