30. Weltklimakonferenz in Brasilien eröffnet

Belém, Berlin -Der brasilianische COP-Präsident André Corrêa do Lago hat zum Auftakt der 30. Weltklimakonferenz zu entschlossenem Handeln aufgerufen. „Dies ist ein Moment vieler Erfolge, aber wir müssen demütig und realistisch genug sein zu wissen, dass noch vieles zu tun ist“, sagte er am Montag bei seiner Eröffnungsrede in Belém. Im Kampf gegen den Klimawandel führe kein Weg am Multilateralismus vorbei.

Evangelische Kirche positioniert sich neu zu militärischer Gewalt

Dresden - Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat angesichts der aktuellen Krisen und Konflikte ihre Position zu militärischer Gewalt neu justiert. Ein Staat dürfe die Mittel haben, seine Bürger durch Gegengewalt vor Gewalt zu schützen, sagte die EKD-Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs am Montag in Dresden bei der Präsentation einer neuen Friedensdenkschrift mit dem Titel „Die Welt in Unordnung“.

Hilfsorganisationen protestieren vor Bundestag gegen Kürzungen

Bonn, Berlin - 16 Hilfsorganisationen haben am Montag in Berlin gegen geplante Kürzungen in der humanitären Hilfe und der Entwicklungsarbeit protestiert. Mit einem großen Bumerang mit der Aufschrift „Die Kürzungen von heute sind die Krisen von morgen“ warnten sie vor dem Bundestag vor weiteren Einschnitten und deren Folgen. Für zahlreiche Menschen weltweit sei die humanitäre Hilfe aus Deutschland „existentiell“, betonte die Welthungerhilfe. Ende November will der Bundestag den Haushalt für das Jahr 2026 festlegen. Zuvor wird der Haushaltsausschuss darüber beraten.

Klimagipfel in Brasilien: UN sehen besondere Gefahren für Flüchtlinge

Genf - Zu Beginn des Weltklimagipfels in Brasilien haben die Vereinten Nationen auf die besondere Bedrohung von Flüchtlingen durch Wetterextreme aufmerksam gemacht. 86 Millionen Menschen hätten auf der Flucht 2025 unter gefährlichen Klimasituationen wie Dürren oder Hitzewellen gelitten, teilte das Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Montag in Genf mit. Geflüchtete seien oft einer doppelten Bedrohung durch Kriege und Klimawandel ausgesetzt.

EU-Lateinamerika-Gipfel in Kolumbien

Cali - In der kolumbianischen Küstenstadt Santa Marta beraten Europa und Lateinamerika über eine gemeinsame Zukunftsagenda. An der zweitägigen IV. Gipfelkonferenz der Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC) und der Europäischen Union (EU) am Sonntag und Montag nehmen rund 60 Delegationen teil. Kolumbiens Präsident Gustavo Petro, derzeit Vorsitzender der CELAC, leitet das Treffen, das eine neue Etappe in den Beziehungen zwischen beiden Regionen einläuten soll.

UN-Hilfswerk beklagt fehlende Mittel für Hilfe im Sudan

Frankfurt a.M. - Angesichts der großen Not im Sudan fordert das UN-Kinderhilfswerk Unicef mehr Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft. Es habe bei der multilateralen Zusammenarbeit und humanitären Hilfe große Einsparungen gegeben, sagte der Unicef-Vertreter im Sudan, Sheldon Yett, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Im Sudan herrsche eine Notlage, die sich jeden Tag verschlimmere. Mehr als 30 Millionen Menschen benötigten humanitäre Hilfe, darunter 15 Millionen Kinder.

Weltwetterorganisation: Serie der Temperaturanstiege setzt sich fort

Genf - Kurz vor Beginn der 30. Weltklimakonferenz schlägt die Weltwetterorganisation (WMO) Alarm: Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Analyse wird das laufende Jahr eines der heißesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Serie „außergewöhnlicher Temperaturen“ habe sich fortgesetzt, warnte die WMO in Genf. Zwischen Januar und August habe die durchschnittliche Oberflächentemperatur rund 1,42 Grad Celsius über dem Wert in der vorindustriellen Zeit gelegen.

Bolivien: Gericht ordnet Freilassung von Ex-Präsidentin an

Berlin - Das oberste Gericht Boliviens hat am Mittwochnachmittag (Ortszeit) die Freilassung der ehemaligen Interimspräsidentin Jeanine Añez angeordnet. Bei der Verurteilung von Añez im Jahr 2023 seien die Grundrechte der Verteidigung missachtet worden, befanden laut dem Fernsehsender Red Uno sieben der neun Richter. Añez war zu zehn Jahren Haft verurteilt worden, da sie nach Ansicht des Gerichts durch einen Militärputsch an die Macht kam. Añez bedankte sich auf der Plattform X für die Entscheidung des Gerichts.

Klima: Merz reist ohne Zusage zum Tropenwald-Fonds nach Brasilien

Berlin - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) reist ohne konkrete Zusage für den vom Gastgeber vorgeschlagenen Tropenwald-Fonds zur Klimakonferenz ins brasilianische Belém. Der Kanzler begrüße die Finanzierungsinitiative und werde sie auch unterstützen, aber einen konkreten Finanzierungsbeitrag noch offen lassen, hieß es am Donnerstag aus Regierungskreisen.

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