Studie: Ernährungsarmut weltweit nimmt weiter zu

Aachen, Berlin - Fast jedem dritten Menschen auf der Welt fehlt einer Studie zufolge das Geld für genug Lebensmittel. Diese sogenannte Ernährungsarmut nimmt trotz wachsender Weltwirtschaft stetig zu, wie aus der am Dienstag vorgestellten Studie „Armutslücke Welternährung“ der Universität Göttingen im Auftrag des katholischen Hilfswerks Misereor mit Sitz in Aachen hervorgeht.

Wahl in Kamerun: Herausforderer Tchiroma erklärt sich zum Sieger

Nairobi/Yaoundé - Der oppositionelle Präsidentschaftskandidat Issa Tchiroma Bakary hat sich zum Sieger der Wahlen in Kamerun erklärt. In einer in der Nacht auf Dienstag veröffentlichten Erklärung rief Tchiroma den seit mehr als 40 Jahren amtierenden Staatschef Paul Biya auf, seine Niederlage einzugestehen, wie die Nachrichtenplattform „Cameroun Web“ berichtete. Offizielle Ergebnisse der Wahl am Sonntag liegen bisher nicht vor.

Attentat auf venezolanische Aktivisten in Kolumbien

Berlin/Bogotá - In Kolumbiens Hauptstadt Bogotá ist ein Attentat auf zwei venezolanische Exilaktivisten verübt worden. Laut der Zeitung „El Tiempo“ wurden Luis Alejandro Peche und Yendri Velásquez am Montagnachmittag (Ortszeit) beim Verlassen eines Cafés auf offener Straße aus einem vorbeifahrenden Autos angeschossen. Sie wurden demnach kurz darauf ins Krankenhaus gebracht und sind außer Lebensgefahr.

Madagaskars Präsident Rajoelina ruft aus Ausland zur Ruhe auf

Frankfurt am Main/Antananarivo - Nach einer Zuspitzung der politischen Krise hat Madagaskars Präsident Andry Rajoelina das Land verlassen. Er befinde sich „an einem sicheren Ort“, sagte das Staatsoberhaupt am Montagabend in einer auf Facebook veröffentlichten Ansprache an die Nation. In Madagaskar habe er um sein Leben gefürchtet. Angaben zu seinem genauen Aufenthaltsort machte Rajoelina nicht. Bereits zuvor hatte der französische Sender RFI berichtet, dass der Präsident in einem französischen Militärflugzeug ausgeflogen worden war.

Nach Waffenruhe weiten UN humanitäre Hilfe im Gaza-Streifen rasch aus

Scharm el-Scheich, Genf - Angesichts der Waffenruhe im Nahost-Konflikt haben die Vereinten Nationen und ihre Partner ihre humanitäre Hilfe für die palästinensische Bevölkerung im gesamten Gazastreifen rasch ausgeweitet. UN-Organisationen hätten monatelang abgeschnittene Gemeinden erreicht und leisteten lebensrettende Hilfe, erklärte UN-Generalsekretär António Guterres am Montag im ägyptischen Scharm el-Scheich.

Studie: Erster Klimakipppunkt erreicht

Potsdam - Die Klimakrise verschärft sich einer internationalen Studie zufolge deutlich. Der weltweit erste sogenannte Kipppunkt sei bereits erreicht, teilte das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) unter Berufung auf die am Montag veröffentlichte Studie mit. Anzeichen dafür sei das großflächige Absterben von Korallenriffen. Es komme nun darauf an, Ausmaß und Dauer eines möglichen Überschreitens der 1,5-Grad-Celsius-Grenze bei der Erderwärmung so gering wie möglich halten.

Friedensnobelpreis für venezolanische Oppositionsführerin Machado

 

Frankfurt a.M./Oslo -  Die venezolanische Oppositionsführerin Maria Corina Machado erhält den Friedensnobelpreis 2025. Das teilte das norwegische Nobelkomitee am Freitag in Oslo mit. Der Vorsitzende des Komitees, Jorgen Watne Frydnes, begründete die Auszeichnung mit Machados Einsatz für demokratische Rechte im autoritär regierten Venezuela sowie ihrem Kampf für einen gerechten und friedlichen Übergang zur Demokratie.

Kamerun: Präsident Biya tritt für achte Amtszeit an

Nairobi/Yaoundé - In Kamerun sind die Menschen am Sonntag zur Wahl des Präsidenten aufgerufen. Der seit 43 Jahren regierende Paul Biya hat dabei gute Chancen auf eine achte Amtszeit. Den stärksten Konkurrenten des 92-Jährigen, den Oppositionspolitiker Maurice Kampto, schloss die Wahlbehörde aufgrund eines neuen Gesetzes von der Wahl aus. Von den elf weiteren Kandidaten und einer Kandidatin werden nur zwei ehemaligen Ministern von Biya zumindest geringe Chancen ausgerechnet. Sollte Biya gewinnen, könnte er bis kurz vor seinem 100. Geburtstag im Amt bleiben.

Brasilien: Größte BYD-Fabrik außerhalb Chinas eröffnet

Salvador da Bahia - Der chinesische Autohersteller BYD hat in Brasilien die größte Fabrik außerhalb Chinas eröffnet. Bei der Zeremonie am Donnerstag (Ortszeit) waren der brasilianische Präsident Luis Inácio da Silva, Vizepräsident Geraldo Alckmin und der BYD-Gründer und Vorstandschef Wang Chuanfu anwesend, wie das Nachrichtenportal UOL berichtete. In der Küstenstadt Camacari im Bundesstaat Bahia wird in einer 2023 von Ford übernommenen Fabrik das Elektromodell Dolphin Mini produziert.

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