"Brot für die Welt"-Chefin: Drittes Kriegsjahr darf es nicht geben

Berlin - Die Präsidentin der evangelischen Hilfsorganisationen „Brot für die Welt“ und Diakonie Katastrophenhilfe, Dagmar Pruin, dringt auf ein Ende des Krieges zwischen Israel und der Hamas. „Ein drittes Kriegsjahr darf es nicht geben“, sagte Pruin am Dienstag, dem zweiten Jahrestag des Überfalls der Terrororganisation Hamas auf Israel. Jeder weitere Kriegstag sei gleichermaßen lebensgefährlich für die noch lebenden israelischen Geiseln und die palästinensische Zivilbevölkerung.

Zwei Jahre nach Hamas-Angriff: Warnung vor Judenhass in Deutschland

Köln/Berlin - Zum zweiten Jahrestag des Terrorangriffs der Hamas auf Israel warnen die deutschen Sicherheitsbehörden vor einem erstarkten Antisemitismus in der Bundesrepublik. „Der Terror der Hamas hat nicht nur in Israel fatale Folgen gezeitigt - sie wirken bis heute in Deutschland nach, indem sie antisemitische und israelfeindliche Narrative stärken“, erklärte der Vizepräsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Sinan Selen, am Montag in Köln. Auch Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) zeigte sich besorgt über zunehmenden Judenhass.

Medica Mondiale: Sexualisierte Kriegsgewalt wirkt über Generationen

Frankfurt a.M., Köln - Vor dem Welttag der psychischen Gesundheit warnt die Frauenrechtsorganisation Medica Mondiale vor massiven und lang anhaltenden Folgen von sexualisierter Kriegsgewalt. „Frauen und Mädchen, die diese Gewalt überlebt haben, leiden oft ihr Leben lang unter den Folgen“, erklärte die Bereichsleiterin der Organisation für Trauma-Arbeit, Karin Griese, am Montag in Köln anlässlich des Welttags am 10.

welt-sichten im Oktober: Gelebte Vielfalt

Liebe Leserinnen, liebe Leser, 

glaubt man rechtsgerichteten Parteien und Bewegungen, dann gefährden Zuwanderer unsere Kultur. Palermo wird im Gegenteil von ihnen bereichert, berichtet aber Ismail Einashe, der aus Somalia stammt. Er schildert etwa, wie dort Einheimische und Zugewanderte Speisen und Bräuche voneinander übernehmen und alltäglich eine lebendige Mischung der Kulturen praktizieren. Migranten erleben die Stadt als ungewöhnlich offen. 

Aktivistin: Proteste könnten eine Wende für Madagaskar bringen

Nairobi/Antananarivo - Die derzeitigen Proteste in Madagaskar könnten nach Einschätzung der Aktivistin Ketakandriana Rafitoson ein Wendepunkt für den Inselstaat werden. „Die Jugend auf den Straßen fordert nicht weniger als einen neuen Gesellschaftsvertrag, in dem der Staat dem Volk dient und nicht den Interessen der Eliten“, sagte sie dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die Frustration über das egoistische Verhalten der Mächtigen habe ein neues Niveau erreicht.

Abhängigkeit und Drohungen: Afrikas Abschiebedeals mit den USA

Frankfurt a.M., Accra - Sie nehmen Menschen auf, die US-Präsident Donald Trump loswerden will: Südsudan, Eswatini, Ruanda, Uganda und Ghana. Immer mehr afrikanische Länder schließen Abschiebedeals mit den USA ab. Meist geht es darum, US-Sanktionen abzuwehren. Wo die Abgeschobenen herkommen, ist oft egal, was mit ihnen in Afrika passiert, auch. Den USA geht es darum, die Migrantinnen und Migranten auszuweisen, auch wenn ihre Herkunftsländer sie nicht aufnehmen wollen.

Zahlreiche Vergiftungen mit Methanol in Brasilien

Salvador da Bahia - Nach mehreren Todesfällen durch vergifteten Alkohol werden in Brasilien Forderungen nach politischen Konsequenzen laut. Der Abgeordnete Carlos Giannazi der linken Partei PSOL beantragte am Donnerstag in São Paulo die Einrichtung einer parlamentarischen Untersuchungskommission, wie die brasilianische Tageszeitung „Folha de São Paulo“ berichtete. Die Kommission soll einen möglichen Zusammenhang zwischen den Todesfällen und dem organisierten Verbrechen aufklären.

Madagaskar: Untersuchung tödlicher Polizeigewalt gefordert

Nairobi/Antananarivo -  Amnesty International hat eine Untersuchung der tödlichen Polizeigewalt bei Protesten in Madagaskar gefordert. Die Todesopfer seien eine schmerzliche Erinnerung daran, dass das Recht auf friedlichen Protest gewaltsam unterdrückt werde, sagte der Ostafrikadirektor Tigere Chagutah am Donnerstag. Seit vergangener Woche gehen vor allem junge Menschen gegen die Regierung auf die Straße.

Kolumbien: Teil von Farm von Drogenboss Escobar an Opfer übergeben

Cali - In Kolumbien sind Teile der Farm von Drogenboss Pablo Escobar an Opfer des bewaffneten Konflikts übergeben worden. Zunächst wurden nach Behördenangaben rund 120 Hektar an Frauen verteilt, die in dem seit den 1960er Jahren andauernden Krieg Gewalt erlitten hätten. Das sei der Startschuss für die Rückgewinnung der „Hacienda Nápoles“ für die Opfer, erklärte Präsident Gustavo Petro am Mittwoch (Ortszeit).

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