Afghanischer Ex-Richter klagt in Karlsruhe auf Einreiseerlaubnis

Berlin - Ein ehemals oberster afghanischer Richter, dem Deutschland nach der Machtübernahme der Taliban die Aufnahme versprochen hat, will eine Einreiseerlaubnis für sich und seine Familie vor dem Bundesverfassungsgericht durchsetzen. Ziel sei die Erteilung eines vorläufigen Visums, teilte die in Berlin ansässige Gesellschaft für Freiheitsrechte, die das Verfahren unterstützt, am Dienstag in Berlin mit. Das Bundesverfassungsgericht bestätigte den Eingang einer Verfassungsbeschwerde und eines Eilantrags.

Madagaskar: Präsident entlässt Regierung nach Protesten

Frankfurt am Main, Antananarivo - In Madagaskar hat Präsident Andry Rajoelina die Auflösung seiner gesamten Regierung angekündigt. Wie die Nachrichtenseite „Midi Madagasikara“ am Dienstag berichtete, reagierte Rajoelina damit auf die Ausschreitungen bei Protesten. In den vergangenen Tagen waren Tausende junge Menschen auf die Straße gegangen, um ihren Unmut gegen Strom- und Wasserausfälle, aber auch gegen Korruption und leere Versprechen der Politik zu äußern.

Zusammenstöße bei Protesttag der "Generation Z" in Peru

Berlin/Lima  - Bei Protesten junger Demonstranten kam es in Peru zu Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften. Dabei wurden mindestens 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verletzt sowie ein Polizist, wie die Zeitung „Perú 21“ berichtete. Die Protestierenden hätten am Sonntagabend (Ortszeit) versucht, die Sicherheitsabsperrungen vor dem Kongressgebäude zu überwinden. Die Polizei setzte demnach Wasserwerfer, Tränengas und Gummigeschosse ein.

Deutschland gab 2024 gut sechs Milliarden Euro für Klimafinanzierung

Berlin - Deutschland hat im vergangenen Jahr 6,1 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt für die internationale Klimafinanzierung zur Verfügung gestellt. Man erreiche damit die international zugesagte Zielmarke, erklärten Entwicklungs- und Umweltministerium am Montag in Berlin. Ob es künftig dabei bleibt, ist aber offen. Der Großteil der Hilfen kommt aus dem Etat des Entwicklungsministeriums, der deutlich gekürzt wurde.

Südsudan: Politische Krise erschwert humanitäre Hilfe

Nairobi, Juba - Die politische Eskalation im Südsudan verschärft laut der Diakonie Katastrophenhilfe die Notlage Tausender Menschen. „Das Leid ist unermesslich“, sagte die Programmleiterin des Hilfswerks im Südsudan, Evah Onyango* , dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die bisherige relative Stabilität sei nicht mehr gegeben. Seit Anfang des Jahres hat sich nach ihren Worten die Lage besonders in den Regionen Upper Nile und Jonglei verschlechtert, die von mehreren Krisen gleichzeitig betroffen sind: Fluten, gewaltsame Auseinandersetzungen und Hunger.

Venezuela bereitet sich auf den Katastrophenfall vor

Berlin, Caracas - In Venezuela hat die Regierung am Samstag (Ortszeit) eine landesweite Katastrophenschutzübung abgehalten. Die Bevölkerung war aufgerufen, an Trainings teilzunehmen, die auf Naturkatastrophen oder militärische Auseinandersetzungen vorbereiten sollten. Innenminister Diosdado Cabello sagte im staatlichen Fernsehsender VTV: „Das Volk muss sich auf jede Situation vorbereiten.“

Unterstützen Sie unseren anderen Blick auf die Welt!
„welt-sichten“ schaut auf vernachlässigte Themen und bringt Sichtweisen aus dem globalen Süden. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Warum denn das?
Ja, „welt-sichten“ ist mir etwas wert! Ich unterstütze es mit
Schon 3 Euro im Monat helfen
Unterstützen Sie unseren anderen Blick auf die Welt!