Humor
In São Paulos Drogenviertel Cracolândia bietet ein Verein Menschen Auswege aus dem Leben auf der Straße an. Er nutzt dazu Auftritte von Clowns, von denen manche selbst früher drogensüchtig waren.
Der südafrikanische Cartoonist Jonathan Shapiro, bekannt unter seinem Künstlernamen Zapiro, hat keine Scheu, mächtige Männer zu karikieren. Seine Cartoons waren einst ein wichtiger Beitrag zum Kampf gegen die Apartheid. Seit der African National Congress (ANC) an der Macht ist, nimmt der 67-jährige Zeichner auch dessen Fehltritte aufs Korn.
In Indien wurde das Lachyoga erfunden. Vor allem ältere Inderinnen und Inder praktizieren es, weil sie sonst nicht mehr viel zu lachen haben – und weil auch künstliches Lachen gesund ist. Und darüber machen sich jüngere Inder lustig.
In Bangladeschs religiösem Leben ist Humor tief verwurzelt. Doch Politik und Gewalt, aber auch das Internet haben seine Grenzen verschoben. Während Priester harmlose Witze machen, nutzen religiöse Hardliner Humor als Waffe. Karikaturisten müssen aufpassen, nicht der Blasphemie bezichtigt zu werden.
Das traditionelle Gai-Jatra-Fest erinnert in Nepal an diejenigen, die im vergangenen Jahr gestorben sind – mit teils karnevalesken Zügen. Und es bietet auch Raum für politische Satire und Parodie.
Humor haben wir alle, sagt der Ethnologe Mirco Göpfert. Oft ist er subversiv, und es gibt auch schon immer Witze über Menschen, die anders sind. Doch inzwischen nutzen rechtsextreme und autoritäre Politiker Humor, um Gruppen zu diskriminieren und den Rahmen des Sagbaren auszuweiten. Das sollte uns beunruhigen, sagt Mirco Göpfert, Professor für Sozial- und Kulturanthropologie an der Goethe-Universität Frankfurt.
Die Politkomödie aus dem Himalaya erzählt in drei Erzählsträngen, wie der König von Bhutan 2006 zugunsten seines Sohnes abdankte und eine parlamentarische Monarchie einführte. Und wie sich die ländliche Bevölkerung mit der Demokratie zunächst schwertat.
Ein Plädoyer für mehr Humor in der Entwicklungspolitik
Dirk Niebels Mütze eignete sich gut für den einen oder anderen satirischen Witz. Doch jetzt ist die Entwicklungszusammenarbeit wieder spaßfrei. Dabei ist Humor eine subversive Kraft im Kampf gegen Armut und Ungerechtigkeit.
Dirk Niebels Mütze eignete sich gut für den einen oder anderen satirischen Witz. Doch jetzt ist die Entwicklungszusammenarbeit wieder spaßfrei. Dabei ist Humor eine subversive Kraft im Kampf gegen Armut und Ungerechtigkeit.
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