Beschneidung von Männern in Malawi

Kommentar: Das Risiko für Frauen steigt

Ach, wie schön wäre das: Ein kleiner chirurgischer Eingriff und Mann ist auf Lebenszeit vor dem HI-Virus sicher. Die Entfernung der Vorhaut senkt

Die katholischen Bischöfe in Malawi haben sich für die Beschneidung von Männern ausgesprochen. Damit unterstützen sie eine Initiative der Regierung, die für diesen chirurgischen Eingriff als eine Maßnahme gegen die Verbreitung des HI-Virus wirbt. „Als Kirche sind wir gegen den Gebrauch von Kondomen. Wir empfehlen die Beschneidung von Männern, weil sie zur Lehre der Kirche passt“, sagte Pater George Boleya, der Sprecher der Bischofskonferenz in Malawi.

Wissenschaftliche Studien haben belegt, dass die Beschneidung von Männern tatsächlich das Ansteckungsrisiko beim Mann senkt. Von der Weltgesundheitsorganisation WHO wird sie deswegen seit 2007 als Maßnahme gegen die Verbreitung des HI-Virus empfohlen. Die Beschneidung allein schützt aber nicht vollständig vor einer Infektion. In einigen afrikanischen Ländern wie zum Beispiel Ruanda, Simbabwe oder Südafrika ist die männliche Beschneidung zwar Teil der Aids-Prävention, wird aber nur in Verbindung mit dem Angebot weiterer Maßnahmen wie zum Beispiel dem Gebrauch von Kondomen angeboten. (kb)

erschienen in Ausgabe 3 / 2012: Hunger: Es reicht!

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