Menschenrechte
Gegen die Repression: Kund­gebung in Kairo im August 2014 für politische Gefangene, die in den Hungerstreik getreten sind.  
Menschenrechte

Erst foltern, dann zum Beten bringen

Häftlinge werden in Ägypten regelmäßig misshandelt. Für liberale Aktivisten gibt es eine spezielle Haftverschärfung: eine gemeinsame Zelle mit radikalen Islamisten.

Als „Freilandgefängnis“ bezeichnet Amnesty International Ägypten unter der Regierung von Präsident Abdel Fattah al-Sisi. Doch in diesem Freilandgefängnis kann man immerhin noch leben. Das ist in den echten Gefängnissen dort sehr viel schwieriger.

Das musste zum Beispiel Omar Hammam erfahren. Der 24-jährige US-Ägypter ist in New York geboren und aufgewachsen, hat beide Staatsbürgerschaften und war erst einige Male in dem nordafrikanischen Land. Als er es nach einem Besuch im März 2015 über den Kairoer Flughafen verlassen wollte, ließ man ihn „verschwinden“. Ich half seiner Familie, nach ihm zu suchen. Sie wandte sich an die US-Botschaft in Kairo, und die kontaktierte die ägyptischen Behörden. Wie in Tausenden anderen Fällen stritten sie zunächst alles ab: Omar habe nicht die nötigen Reisepapiere besessen, um auszureisen, und sie hätten keine Ahnung, wo er nun sei.

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erschienen in Ausgabe 11 / 2018: Eingebuchtet

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