Die Erfindung eines Stigmas

In vielen Ländern des globalen Südens können sich Schwule und Lesben noch immer nicht zu ihrer sexuellen Orientierung bekennen – sie riskieren soziale Ausgrenzung oder sogar das Leben. Der Historiker Robert Aldrich analysierte im September 2010, wie das Stigma der Homosexualität erfunden wurde und wie der Umgang damit sich im Laufe der Epochen verändert hat. Ein informativer, unaufgeregter Beitrag, der eine gute Grundlage für die noch andauernden Debatten legt, meint "welt-sichten"-Redakteurin Gesine Kauffmann.

In den vergangenen Jahren stand das Thema Homosexualität im Mittelpunkt zahlreicher Berichte und Kontroversen. Viele europäische Staaten haben Eheschließungen oder eingetragene Lebenspartnerschaften zwischen Homosexuellen rechtlich zugelassen, und von den Oberbürgermeistern in Berlin und Paris bis zur isländischen Premierministerin bekennen sich immer mehr Personen des öffentlichen Lebens zu ihrer Homosexualität. Im größten Teil der westlichen Welt und auch in manchen anderen Ländern sind homosexuelle Beziehungen nicht mehr strafbar – zuletzt wurden in Indien die Gesetze aus der Kolonialzeit aufgehoben, die solche Kontakte zur Straftat machten. Doch vielerorts – auch in einigen Industrieländern – können homosexuelle Männer und Frauen immer noch festgenommen und inhaftiert werden; in manchen Ländern im Süden werden sie sogar hingerichtet. Zudem sind sie Diskriminierungen ausgesetzt, von Beschimpfungen und öffentlicher Verunglimpfung bis zu tätlichen Übergriffen. Man wirft ihnen vor, sie würden Aids verbreiten, Pädophilie propagieren und die öffentliche Moral untergraben, obwohl all diese Vorwürfe nachweislich falsch sind.

Doch was ist eigentlich Homosexualität? Das Wort wurde erst in den späten 1860er Jahren von einem ungarischen Arzt geprägt. In den europäischen Sprachen gibt es viele andere Begriffe für die Anziehung zwischen Menschen desselben Geschlechts, die jeweils mit anderen historischen und sozialen Assoziationen verbunden sind. Um nur von Beziehungen zwischen männlichen Partnern zu reden: Die alten Griechen nannten die sexuelle Bindung zwischen einem Erwachsenen und einem jugendlichen so genannten Epheben „paiderastia“ (Knabenliebe) und priesen sie als wertvollen Beitrag zur Bildung und Entwicklung des jüngeren Partners. Im christlichen Mittelalter und in der gesamten Neuzeit in Europa galt das Verbot der „Sodomie“ (im Englischen bedeutet das heute Analverkehr); dies stellt den physische Geschlechtsakt ins Zentrum, in dem viele den Grund für die Bestrafung der Gottlosen in der biblischen Stadt Sodom sahen. Dagegen schrieb im 19. Jahrhundert der amerikanische Dichter Walt Whitman über „Kameradenliebe“, und in den 1950er Jahren verbreitete sich die Bezeichnung „Homophilie“.

Autor

Robert Aldrich

ist Professor für europäische Geschichte an der Universität Sidney. Er hat unter anderem das Buch „Colonialism and Homosexuality“ verfasst und „Gleich und Anders. Eine globale Geschichte der Homosexualität“ herausgegeben.
 Beide Begriffe betonen den Aspekt der emotionalen Verbundenheit. In den 1960er und 1970er Jahren übernahm die Linke das Etikett „gay“ oder „schwul“. Im postmodernen Jargon der 1990er Jahre setzte sich schließlich das Wort „queer“ (seltsam, verquer) durch, in dem sich der Protest gegen festgelegte sexuelle Identitäten überhaupt ausdrückt, obwohl queer selbst eine neue sexuelle Identität darstellt. An den verschiedenen Benennungen lässt sich ablesen, in welch unterschiedlichen Formen Homosexualität über die Jahrhunderte in Europa aufgetreten ist. Sie zeigen aber auch, wie stark die Haltung zur Sexualität von der Religion, der Medizin, den Gesetzen und der Gesellschaft insgesamt geformt wurde. Viele Frauen empfanden nicht das übliche Interesse am anderen Geschlecht, sondern fühlten sich emotional und sexuell zu anderen Frauen hingezogen, und vielen Männern erging es ebenso. Doch wie sie diese Bedürfnisse wahrnahmen, wie sie ihr Leben einrichteten, um ihre Sexualität ausleben zu können, und wie die Gesellschaft über ihre Einstellungen und Verhaltensweisen dachte – das alles war je nach Ort und Zeit sehr unterschiedlich. Der Blick über Europa hinaus auf den Rest der Welt zeigt eine noch größere Bandbreite an Formen der Sexualität und noch größere Unterschiede in der Bewertung gleichgeschlechtlicher Beziehungen.

In der griechischen Antike zum Beispiel waren sexuelle Beziehungen zwischen älteren und jüngeren Männern alltäglich; die „sokratische Liebe“, von der in Platons Dialogen die Rede ist, galt als Weg zu einer höheren Form der Liebe, der zur Weisheit. Die Kampfkraft der Heiligen Schar von Theben, einer ausschließlich aus männlichen Liebespaaren zusammengesetzten Eliteeinheit, wurde allgemein gerühmt, und in der Vasenmalerei finden sich anschauliche Darstellungen des Geschlechtsverkehrs zwischen Männern. Es gab durchaus gewisse Normen – so sollte der ältere Mann der aktive Sexualpartner sein, und Prostitution galt als anrüchig –, doch sie wurden nicht immer eingehalten. Im Idealfall sollten päderastische Beziehungen eine Quelle der Lust sein und zugleich wesentlich zur Entwicklung des jungen Mannes beitragen, von dem erwartet wurde, dass er zu gegebener Zeit heiraten und Kinder zeugen, wahrscheinlich aber auch selbst Kontakte zu jüngeren Männern pflegen würde. Homosexualität galt bei den Griechen als natürlich und normal, als eine der möglichen Ausdrucksformen von Sexualität.

Die Religionen im antiken Griechenland und im heidnischen Rom verboten gleichgeschlechtliche Beziehungen nicht. Doch für das Christentum – ähnlich wie für die beiden anderen monotheistischen Religionen, das Judentum und den Islam – stand Homosexualität im Widerspruch zu den heiligen Schriften und galt als sündhaft. Das war vielleicht zum Teil eine Reaktion darauf, dass die benachbarten Gesellschaften des Orients als lüstern wahrgenommen wurden. Das Verbot der Homosexualität wie auch aller anderen Sexualkontakte außerhalb der Ehe ist eine der beständigsten Regeln in den monotheistischen Religionen geblieben. Bis ins 18. Jahrhundert wurden im christlichen Europa Männer für Vergehen „wider die Natur“ hingerichtet, und nach der fundamentalistischen islamischen Rechtssprechung wird noch in jüngster Zeit die Todesstrafe verhängt.

Spurensuche durch Epochen und Kulturen

Robert Aldrich (Hg.)
Gleich und anders.
Eine globale Geschichte der Homosexualität.
Murmann Verlag, Hamburg 2007, 384 Seiten, 33 Euro.

Intime Beziehungen unter…

Doch natürlich verschwand die Homosexualität auch dort nicht, wo monotheistische Religionen dominierten. Und paradoxerweise konnten Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen biblische Vorbilder wenn nicht für sexuelle Handlungen, so doch für ihre zärtlichen Freundschaften finden – wie die Freundschaft zwischen David und Jonathan im Alten Testament oder die innige Zuneigung zwischen Jesus und seinem Lieblingsjünger Johannes im Neuen Testament. In der Renaissance pflegten viele Humanisten enge platonische Bindungen, und aus den Archivquellen geht hervor, dass nicht alle rein platonisch waren. Die Skulpturen von Michelangelo (1475-1564) verherrlichen nach dem Vorbild der Antike die Schönheit junger Männer, und seine Gedichte sprechen von seiner tiefen Verbundenheit mit Tomasso de’Cavalieri. In der Welt des Islam dichteten arabische und persische Autoren wie al-Tifachi (ca. 1184-1253) und Rumi (1207-1273) über die Annehmlichkeiten des Umgangs mit jungen Männern und ihre Schönheit. Für einige müssen diese Verse metaphorisch gedeutet werden, doch für andere sind sie der Ausdruck echter sexueller Leidenschaft. Überall wurden sexuelle Verhaltensweisen, die von der Religion, den Gesetzen und der Gesellschaft missbilligt wurden, dennoch ständig praktiziert. In Florenz zum Beispiel hatten während der Renaissance die meisten Männer irgendwann in ihrem Leben homosexuelle Kontakte. Auch im London des 18. Jahrhunderts gab es eine lebendige, wenn auch heimliche homosexuelle Szene.

Nicht monotheistische Religionen und die von ihnen bestimmten Kulturen haben das Sexualverhalten traditionell weniger stark reguliert. Im Japan unter der Tokugawa-Dynastie, das vom Shintoismus und vom Buddhismus geprägt war, erregten gleichgeschlechtliche Beziehungen wenig Besorgnis. „Der große Spiegel der männlichen Liebe“, eine Sammlung von Erzählungen von Ihara Saikaku (1642-93) und ein klassisches Werk der japanischen Dichtung, enthält Beschreibungen homosexueller Akte, die zu den direktesten und anschaulichsten der Weltliteratur gehören. Das Werk schildert die Liebeshändel und Intrigen zwischen Samurai und ihren Schülern oder zwischen Schauspielern und ihren Fans. Auch im modernen Japan blieb die traditionelle Toleranz gegenüber homoerotischen Beziehungen bestehen; selbst während der Öffnung für westliche Einflüsse in der Meiji-Ära hat die Regierung nie homosexuelle Handlungen kriminalisiert.

Auch in der traditionellen chinesischen Gesellschaft wurden viele gleichgeschlechtliche Beziehungen geduldet. Aus dem alten China stammen die Geschichten von Mizi Xia, der mit seinem Geliebten, dem Herzog Ling (534-493 v.Chr.), einen köstlichen Pfirsich teilte, und von dem Kaiser Ai (27-1 v.Chr.), der den Ärmel seines Gewands abschnitt, weil sein Liebhaber Dong Xian darauf schlief und er ihn nicht wecken wollte. Seither waren „die Leidenschaft des abgeschnittenen Ärmels“ und „der geteilte Pfirsich“ in China gängige Ausdrücke für die Feier solcher Beziehungen. Zahlreiche alte chinesische Geschichten erzählen von geselligen und sexuellen Kontakten zwischen Schülern und Lehrern oder zwischen Opernsängern und ihren Mäzenen. In der Ming-Dynastie und der frühen Qing-Dynastie waren Liebesverhältnisse zwischen vornehmen Herren und Schauspielern geradezu in Mode. Die Lehren des Konfuzius, an denen sich die chinesische Gesellschaft orientierte, zielen vor allem auf die Aufrechterhaltung geordneter Beziehungen zwischen dem Kaiser und den Untertanen, Vätern und Söhnen, Alten und Jungen – kaum auf die Reglementierung des sexuellen Begehrens. Wie in der griechischen Antike waren homoerotische Beziehungen häufig asymmetrisch: Die Partner waren ungleich in Bezug auf ihr Alter, ihren Reichtum, ihren Rechtsstatus und die sexuelle Rollenverteilung. Doch gleichgeschlechtliche Kontakte waren ein fester Bestandteil der Kultur im kaiserlichen China.

Die Forschung hat viele andere Formen gleichgeschlechtlicher Sexualität rund um den Globus gefunden. Im Hinduismus gab es Götter, die eine hermaphroditische Gestalt annahmen und sich bisexuell verhielten, und im Kamasutra finden sich auch Tipps für homosexuelle Praktiken. In Neuguinea gehörten homosexuelle Kontakte zu den Initiationsriten, die den Eintritt der Jugendlichen in die Welt der Erwachsenen markierten. Bei manchen Völkern Nordamerikas und der pazifischen Inseln durfte ein Mann, der als Frau leben wollte, Frauenkleider tragen. Und in manchen Gemeinschaften der australischen Aborigines konnten Männer mit einem Jungen (boy-wife) zusammenleben.

Die Einstellungen zur Sexualität haben sich durch Kulturkontakte stark verändert

Es scheint, dass historisch in erster Linie Homosexualität zwischen Männern den Widerstand des Klerus, der Justiz und der medizinischen Fachwelt hervorrief, während Beziehungen zwischen Frauen weniger beachtet wurden. Im Allgemeinen wird die Tradition gleichgeschlechtlicher Kontakte zwischen Frauen auf die griechische Antike und die Dichterin Sappho auf der Insel Lesbos zurückgeführt. In der Geschichte tauchen viele derartige Beziehungen auf. Berühmt waren die „Ladies von Llangollen“, Eleanor Butler (1737-1829) und Sarah Ponsonby (1755-1831). Die beiden adligen Damen anglo-irischer Abstammung lebten zufrieden und geachtet als „romantische Freundinnen“ in Wales zusammen.

Zwar lehnten die monotheistischen Religionen lesbische Beziehungen ebenso entschieden ab wie Homosexualität zwischen Männern. Aber in allen Gesellschaften gab es intime Kontakte zwischen Frauen, auch wenn sie weniger gut dokumentiert sind als die Liebesverhältnisse zwischen Männern. In der Familie und im Harem, in der Schule und im Kloster bot das häusliche Zusammenleben die Möglichkeit zärtlicher Begegnungen. Manche Frauen setzten sich auch über gesellschaftliche Missbilligung hinweg und blieben unverheiratet oder lebten gar mit ihren Partnerinnen zusammen. Berühmt ist etwa Radclyffe Hall (1880-1943), die Autorin des klassischen Lesbenromans „Quell der Einsamkeit“. Weniger bekannt ist die Japanerin Yoshiya Nobuko (1896-1973), die aus einer Samurai-Familie stammte und autobiographisch gefärbte Romane über sexuelle Sehnsüchte und romantische Freundschaften zwischen Frauen verfasste. Nach ihrem Roman “Die Augen des Fasans” wurde 1935 ein Stummfilm gedreht.

Einem Ethnologen, der Ende des vorigen Jahrhunderts das Sexualverhalten von Frauen in Lesotho im südlichen Afrika untersucht hat, berichteten viele Frauen dort von erotischen Erfahrungen mit anderen Frauen – von Küssen und anderen Liebkosungen. Doch für sie waren solche lustvollen Berührungen kein Geschlechtsverkehr; dazu gehörte für sie ein Mann und die Penetration mit seinen Genitalien, sonst handelte es sich nicht um Sex. Das zeigt, dass verschiedene Kulturen sehr unterschiedliche Vorstellungen nicht nur darüber haben, welches Sexualverhalten erlaubt und verboten ist, sondern auch darüber, was überhaupt unter Sex zu verstehen ist.

Die Einstellungen zur Sexualität in nicht westlichen Gesellschaften haben sich durch Kulturkontakte und durch den Kolonialismus stark verändert. Die christlichen Missionare waren bestrebt zu verbieten, was ihnen schamlos und sündig vorkam, und die Gesetze der Briten und anderer Kolonialmächte machten homosexuelle Kontakte zur Straftat. In jüngerer Zeit hat die Globalisierung die sexuellen Gepflogenheiten verändert. In China gibt es öffentliche Bars für Schwule, und Schwulenverbände in Indien sind gegen die Kriminalisierung der Homosexualität aufgetreten. Nach dem Ende der Apartheid wurden in Südafrika gleiche Rechte für Homosexuelle in der Verfassung verankert. Bangkok zieht, begünstigt von der insgesamt toleranten Einstellung zur Sexualität im buddhistischen Thailand, viele schwule Touristen an. Auch die weltweite Migration trägt dazu bei, dass die sexuellen Normen verschiedener Kulturen verschmelzen und neue Mischformen entstehen: In London gibt es eine Vereinigung schwuler Inder, in Paris eine Organisation schwuler Araber, und Untergruppen des Long Yang Club für chinesische Schwule und ihre Freunde findet man von New York bis Sidney.

Die traditionellen Formen gleichgeschlechtlicher Liebe gibt es nicht mehr

Doch das offenere und selbstbewusstere Auftreten von Homosexuellen provoziert auch neuen Widerstand. In Malaysia wurde der Führer der Oppositionspartei wegen „Sodomie“ angeklagt, um ihn zu diskreditieren. In Kairo wurde 2001 eine Gruppe von 52 schwulen Männern, die auf  einem Schiff auf dem Nil feierten, verhaftet. In den USA ziehen fundamentalistische Gruppen gegen die Schwulenehe zu Felde und setzen sich dafür ein, Homosexuelle mit psychotherapeutischen und medizinischen Maßnahmen zur Heterosexualität zu „bekehren“. Das theokratische Regime im Iran hat Homosexuelle hinrichten lassen. An einem Schwulentreff in Tel Aviv wurden in diesem Jahr zwei Jugendliche von einem Schwulenhasser niedergeschossen.

Viele Männer und Frauen, die gleichgeschlechtliche Beziehungen pflegen, definieren sich nicht als „homosexuell“, „schwul“ oder „queer“. Viele können oder wollen sich nicht offen zur Homosexualität bekennen oder nicht ausschließlich homosexuell leben. Sie erkennen sich nicht wieder in den Schwulenmagazinen aus dem Westen mit ihren Artikeln über Schwulenklubs und Parties, ihren Aufrufen zur öffentlichen Zurschaustellung von Intimitäten und zu Demonstrationen, ihren Aktfotos und ihrer Werbung für Sexartikel. Die traditionellen Formen der gleichgeschlechtlichen Liebe zwischen Samurai und jüngeren Schwertkämpfern, zwischen kaiserlichen Beamten und Schauspielern gibt es nicht mehr, ebenso wenig die sokratischen Partnerschaften der Antike. Doch es gibt noch immer viele verschiedenartige sexuelle Identitäten, Verhaltensweisen und Einstellungen auf der Welt. Das westliche Modell, nach dem zwei Männern oder Frauen offen zu ihrer Homosexualität stehen und als Paar zusammenleben, mag in vielen Ländern nicht die gewünschte oder auch keine mögliche Lebensform sein.

Aber der Schutz vor Diskriminierung, Gewalt und Erniedrigung sollte als grundlegendes und universelles Menschenrecht auch für sexuelle Minderheiten anerkannt werden. Dies bedeutet nicht, dass man das Selbstverständnis und die Lebensweise der Homosexuellen aus dem Westen als Ganzes in andere Länder importieren soll. Dort gelten andere Normen für die Trennung von privatem und öffentlichem Leben und für die Pflicht von Männern und Frauen, zu heiraten und Kinder zu haben, um die Familie fortzuführen. Häufig ist es auch verpönt, Sexualität öffentlich zu zeigen. Dennoch ist die Freiheit des eigenen Verhaltens im Bereich Liebe und Sexualität zu vergleichen mit der Redefreiheit, der Religionsfreiheit und der Gewissensfreiheit. Sie sollte denselben Schutz genießen.

Aus dem Englischen von Anna Latz

 

erschienen in Ausgabe 10 / 2009: Homosexualität: Akzeptiert, verdrängt, verboten